Warum Du zu lange festhältst(#38)

Shownotes

Warum fällt es so schwer, eine schlechte Entscheidung loszulassen, bevor sie noch mehr kostet? In dieser Folge geht es um das Ego am Pokertisch und im Führungsalltag, und um den Preis, den Du zahlst, wenn Du zu lange festhältst. Heiko spricht mit Mike König, Poker-Europameister im Team und Experte für Entscheidungen unter Druck, darüber, warum Aufgeben so schwerfällt und warum Schwäche zeigen oft die eigentliche Stärke ist. Sie sprechen über das Festhalten an verlorenen Investitionen (sunk-cost-bias), über eine konkrete Übung zum Loslassen und darüber, wie Du erkennst, an welchem Tisch Du längst zu lange sitzt. Was du mitnimmst: • Ego zahlt am besten. Wer sein Ego mitbringt, trifft am Tisch und im Business schlechtere Entscheidungen. • Loslassen ist keine Schwäche, sondern oft die Fähigkeit, die am meisten Respekt verdient. • Gesichtsverlust ist Nichts, das Du um jeden Preis vermeiden musst. Er ist eine Kosten-Nutzen-Frage wie jede andere Ressource auch. • Eine einfache Übung hilft beim Loslassen: eine Entscheidung bewusst "fallen lassen" und den Fokus auf das Jetzt richten.

MÄNNERRUNDE: TERMINE UND INFOS In dieser Folge habe ich meine Männerrunde angesprochen. Hier die Details: Ein Donnerstagabend, 18:30 bis 21:30 Uhr, in meinem Raum in Pöcking am Starnberger See. Maximal 8 Männer. Geschäftsführer, Vorstände, Bereichsleiter, Männer, die Verantwortung tragen und nichts mehr beweisen müssen. Alle 6 Wochen. Der Abend ist klar geführt und strukturiert. Kein Coaching-Programm, kein Selbsterfahrungsformat. Jeder bestimmt selbst, wie viel er einbringt. Was besprochen wird, bleibt in der Runde. Ich stelle jede Runde sorgfältig zusammen, nach Passung und Bereitschaft. Die nächsten Termine

  • Do., 01.10.2026, 18:30 Uhr
  • Do., 05.11.2026, 18:30 Uhr Teilnahme: Erste Teilnahme: 180 EUR netto Alumni und Wiederholer: 120 EUR netto Die Anfrage dauert 2 bis 3 Minuten, kein Call notwendig. Ich melde mich persönlich bei Dir. → Platz anfragen:https://heikovaneckert.com/maennerrunde

Über Mike König: Mike König ist Gründer und Geschäftsführer der HAPEK GmbH, Akademie für Entscheidungskompetenz. Als Amateur-Vizeweltmeister (APAT) und TeamEuropameister (ETPC & GCA) im Poker macht er dessen Entscheidungslogik für Führung, Verhandlung und Vertrieb in Unternehmen nutzbar, in Keynotes, Workshops und Trainings. Website: https://hapek.org LinkedIn: de.linkedin.com/in/mike-könig-19493a29 Ressourcen & Links Folge mir auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/heikovaneckert/ Besuche mich auf Instagram: https://www.instagram.com/heiko_vaneckert/ oder Facebook: https://www.facebook.com/heikovaneckert Wenn du möchtest, kannst du den Podcast auch auf YouTube sehen: https://www.youtube.com/@MännerinBalance Wenn Dir diese Folge gefallen hat, abonniere den Podcast, gib uns 5 Sterne und teile sie mit jemandem, für den das Thema relevant sein könnte. Zeitstempel: 00:00 Begrüßung und Einstieg: Ego am Pokertisch 01:04 Was ein Mann glaubt, sein zu müssen, wenn andere zuschauen 05:27 Warum Aufgeben so schwerfällt 08:11 Heikos Büro-Story: zu lange festgehalten, um dem Vater nicht recht zu geben 15:53 Mikes schwierigste Entscheidung in der eigenen Firma 18:18 Die Tennisball-Übung fürs Loslassen 20:55 Ressourcen abwägen: Gesichtsverlust als Wert, nicht als Ressource 22:24 Letzte Frage an Mike

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00:00:00: Jetzt kennen wir ja alle die Situation, dass ich schlechte Karten hab eigentlich folgen wegschmeißen müsste.

00:00:06: Mein Ego aber sagt und dann gehe ich

00:00:09: all innen.

00:00:11: Man möchte nicht verlieren.

00:00:13: das heißt auch wieder Schwäche zeigen und schwäche ist nichts, was die Gesellschaft

00:00:17: sehen will.

00:00:18: Welche Entscheidungen lassen sie nicht los?

00:00:20: Obwohl Sie längst wissen, dass sich schon besser ausgestiegen werden.

00:00:25: Männer im Balance

00:00:26: warum du zu lange festhältst Was Gesichtsverlust wirklich kostet.

00:00:32: Herzlich willkommen in meinem Podcast Männerin Balance, ich bin Heiko von Eckhardt.

00:00:37: Ich bin seit fünf und dreißig Jahren Berat-Ich-Geschäftsführer Vertriebsvorstände, Vertriebesleiter Kier Count Manager.

00:00:47: Und heute arbeite ich viel mit Männern vor allem in Führungsverantwortung.

00:00:52: Und ich freue mich.

00:00:53: Mike ist wieder bei mir im Studio.

00:00:55: Mike du warst ja vor zwei Wochen schon da.

00:00:57: Du bist Geschäftsführer und Inhaber der H-Pack.

00:01:01: Du trainierst viel am Pokertisch, die richtigen Entscheidungen zu treffen unter Unsicherheit, unter Druck oder Stress auch in der Interaktion natürlich mit den anderen von dir.

00:01:13: Weiß nicht ob der Satz von dir ist oder so aber ich verwende ihn immer gerne.

00:01:17: im Pokern heißt ja so schön man spielt nicht seine Karten, man spielt seine Gegner.

00:01:20: das ist eine allgemeine Weisheit.

00:01:24: Steht ja nur Prokabibel.

00:01:26: Ich

00:01:26: hab sie gelesen, ich hab sie gelesen!

00:01:30: Wir kennen uns schon seit dem Jahr zwei Tausend Achtzehn.

00:01:32: Ich habe auch in der Gründung der H-Pack euch so ein oder zwei Workshops moderiert und lass uns doch heute mal um das Ego am Tisch gucken auf den Mann, auf den Menschen Gerade auch.

00:01:45: was glaubt ein Mann sein zu müssen, wenn andere zuschauen?

00:01:48: Und am Poker-Tisch schauen ja andere zu.

00:01:50: In der Führungsetage schauen andere zu und vielleicht schaffen wir es auch hinzugucken, was das denn kostet weil wir zahlen dafür ja einen Preis.

00:02:00: Führungskräften schaut irgendwie immer jemanden zu.

00:02:04: Mike am Pokertisch sitzen ja Menschen die können Männer oft Die können Geld oder Reputation verlieren.

00:02:14: Was macht das mit denen?

00:02:15: Wann hast du das erste Mal gesehen, dass jemand spielt und setzt, obwohl klar war jetzt verliert er eigentlich nur noch.

00:02:23: Das ist von Anfang an passiert.

00:02:26: Das

00:02:27: passiert ständig!

00:02:28: Das sind vor allem diese ersten Lektionen die man macht.

00:02:31: Man möchte nicht verlieren, man möchte einfach seinen Willen durchdrücken.

00:02:35: Man versucht im anderen seine Geschichte überzustülpen und zu sagen ich habe hier das Sagen Und du bist gar nichts.

00:02:44: Man liegt halt nicht immer richtig und bekommt dann entsprechend auf den Deckel, das kostet wirklich

00:02:48: Geld.".

00:02:48: Das ist genau das, was du eben gesagt hast, das Ego am Tisch.

00:02:53: Mein Werder-Kollege Stefan Karl haben mal sehr gerne gesagt, ego zahlt am besten!

00:02:58: Das sind die liebsten Spieler am Tisch, die wirkliche Ego mitbringen und das entsprechend auch ausleben in allen Formen.

00:03:06: Ja, die Erfahrung muss jeder machen.

00:03:08: Also wenn er sich das leisten kann, dann kann sein Ego auch wirklich groß sein wie ein Scheunentor.

00:03:13: Du meinst mit den Leuten spielst du am liebsten?

00:03:15: Mit den Leuten spielt ich am allerliebsten ja!

00:03:19: Hast du so einen Spieler im Kennstehrein?

00:03:22: also jetzt ohne Namen zu nennen?

00:03:24: aber kannst du es mal beschreiben?

00:03:25: weil das ist ja so ein Phänomen dass man mal ehrlich nicht nur am Poker-Tisch gibt.

00:03:29: mit Egos

00:03:33: Also aus dem Spieler-Kontext herausfallen wir ja ganz, ganz viele ein.

00:03:36: Du kannst dich an jeden beliebigen Tisch setzen und da ist immer einer dabei der genau diese Rolle spielt insbesondere dann wenn er vermeintlich schwäche riecht.

00:03:44: also das sind wirklich eigentlich diejenigen die versuchen alles was nicht ihrer Linie nachgeht zu zerstören und zu vernichten weil sie glauben dass es einfach bereitwillige Opfer sind.

00:03:56: so Ist aber halt oft nicht so.

00:03:58: gerade am Poker-Tisch wird nirgendwo so viel gelogen wie am Pokertisch.

00:04:04: Blöffen ist nur ein vornehmendes Wort für Lügen, oder?

00:04:06: Kann man so sagen.

00:04:07: Wobei blöffen gar nicht mal das Überwiegende, sondern es wird auch sehr oft getrappt sozusagen, wenn Fallen gestellt werden.

00:04:13: Es wird Schwäche vorgetäuscht um den anderen eine Falle reinlaufen zu lassen und wenn ich eine Ego habe, laufe ich vielleicht in die Fallen rein weil ich einfach viel zu sehr überzeugt bin von mir und von dem was ich kann und tue und gar nicht auf meine Umwelt achte auf das was da eigentlich passiert und schwups fall' ich in die Fälle rein.

00:04:29: die schnappe zu und ich bin weg.

00:04:31: Was glaubst du, kompensieren die Männer damit?

00:04:35: In Erster Linie gesehen werden.

00:04:37: Also es ist wirklich dieses Hallo schaut her hier bin ich und alle müssen gucken und Tadah hier ist meine Bühne.

00:04:45: Meine Bühnen!

00:04:47: So vielleicht soll ich...

00:04:49: Wie war das bei dir?

00:04:50: Ich war am Anfang eher sehr vorsichtig.

00:04:53: Man hat aber wahrscheinlich auch so ein bisschen mit meinem Aufwachsen, meiner Erziehung und meine ganzen Hintergrundgeschichte zu tun.

00:04:59: Also ich war nie der Draufgänger sondern eher immer der Diplomat.

00:05:02: Das habe ich von meiner Marm gelernt auch.

00:05:04: Die haben mir gesagt, du kannst schnell laufen!

00:05:07: Du kannst gut reden!

00:05:08: Du brauchst ihn nicht hauen!

00:05:12: Und das habe ich im Pokertisch eben auch versucht schnell umzusetzen.

00:05:15: also ich steig lieber früher aus und sage okay die nächste Chance kommt Spätestens.

00:05:20: in dreißig Sekunden habe ich die nächste Hand gedehlt und hab' die nächste Chance.

00:05:24: Und wenn sie besser ist für mich, dann nutze ich die!

00:05:26: Ich stöße mich nicht blindlings in Situationen wo ich weiß dass Sie einfach riskant sind oder ich einfach sterben kann dabei ja.

00:05:34: Und gerade das Ego, das versucht es halt auch sehr oft über die, mal die Dampfhammer Methode des sogenannte All-In zu lösen indem er Den anderen vor die Frage stellt, willst du jetzt sterben?

00:05:45: In dem man alle Chips in die Mitte schiebt und einfach keine weiteren Handlungsoptionen mehr offen lässt.

00:05:49: All-in ist eine endgültige Entscheidung.

00:05:51: Das heißt, jetzt ist alles in der Mitte.

00:05:53: Da gibt es dann keinen Wenn und Dann mehr so.

00:05:56: Und der andere kann darauf antworten oder nicht.

00:05:59: Jetzt kennen wir ja alle diese Situation das ich schlechte Karten hab eigentlich folgen wegschmeißen müsste.

00:06:06: mein Ego aber sagt mmh und dann gehe ich all-in Warum fällt uns wegwerfen.

00:06:13: Warum fällt uns aufgeben so schwer?

00:06:22: Kurzzeitige Aufgeben, egal ob das jetzt große oder kleine Situationen sind, das zeigt einfach dass ich etwas nicht erreicht habe.

00:06:29: Das heißt ich habe mir ein Ziel gesteckt und dieses Ziel hat nicht funktioniert.

00:06:33: Und es ist schwierig!

00:06:35: Also da wirklich einfach dann sich einzugestehen okay ihr habt zwar schon was investiert und es ist weg Das ist aus dem Business heraus Sankost einfach.

00:06:43: Also wie sagt man auf Bayerisch, Koik Gurtz Geld im schlechten hinterherwerfen das fällt vielen ganz ganz schwer die sagen oh jetzt bin ich doch schon so tief drin Jetzt muss sich doch noch das und dass also dieses loslassen können.

00:06:54: Einfach Los lassen Ganz ganz großes Thema in so vielen Bereichen des Lebens auch Situationen einfach auch mal aufzugeben Und sich selber einzugestehen okay Ich habe mein bestes versucht Aber es hat diesmal nicht geklappt.

00:07:05: das heißt auch wieder Schwäche zeigen und schwäche Ist nicht das was die Gesellschaft sehen

00:07:09: will.

00:07:10: Ich glaube, das ist die Ecke oder?

00:07:11: Weil ich sage mal wir wissen ja alle.

00:07:14: Am Prokertisch dauert es dreißig-vierzig Sekunden kommt die nächste Hand.

00:07:18: im Business.

00:07:19: jeder der in Aktien investiert oder sonst was weiß er kann nicht jedes Investment gewinnen.

00:07:25: Jeder Startup finanziee weiss nicht jede.

00:07:28: also die sind ja froh wenn jede zehnte Company überlebt die ersten Jahre Nächste Finanzierungsrunde.

00:07:35: Im Business ist genauso, ich weiß im Vertrieb, ich kann nicht jeden Kunden gewinnen.

00:07:38: Jeder Manager weiß, ich kanne nicht.

00:07:40: jede Entscheidung die ich treffe ist richtig.

00:07:43: und trotzdem fällt es uns so schwer Schwäche zuzugeben und zu sagen okay hey schwamm drüber nächste

00:07:51: Ja das ist wahrscheinlich evolutionsbiologisch irgendwo noch tief in uns.

00:07:56: wenn wir früher gescheitert sind sind ja von was gefressen worden.

00:08:00: Wenn wir heute scheitern, wenn wir verurteilt.

00:08:02: Die Gesellschaft zieht einfach keine ungerne Verlierer und ich denke das ist auch in vielen Erziehungen noch drinsteckt.

00:08:08: so ein Indianer kennt keinen Schmerz.

00:08:10: diese ganzen Sprüche die wir alle irgendwo schon mal gehört haben gerade in unserem Alter noch so zeigt bloß keine Schwäche sei nicht derjenige da heult.

00:08:17: echte Männer weinen nicht usw.

00:08:19: all die ganzen Geschichten so das steckt irgendwie tief drin und dass sich für sich selber zu erkennen Keine Schwäche ist, Schwäche zu zeigen.

00:08:27: Sondern oft auch die Stärke eigentlich ist und auch was zuzugeben.

00:08:31: Und das auch mal zu äußern und so sagen, boah!

00:08:33: Das ist es gerade echt nicht meins.

00:08:35: ich muss jetzt raus.

00:08:38: Ich glaube dass es heutzutage weniger Konsequenzen hat als früher aber es ist trotzdem noch so verankert.

00:08:43: Ich habe ein Beispiel, das mich viel Geld gekostet hat.

00:08:49: Wir haben damals mit der Salegro ein tolles Büro Aber sehr großes Büro gemietet weil wir fürs Wachstum gemietet hatten Und ich habe das damals meinem Vater gezeigt und mein Vater war nicht stolz.

00:09:04: Mein Vater stand in dem Büro und sagt, Mensch Buu wenn du dich da mal nicht übernommen hast.

00:09:11: und heute zurückblickend habe ich dieses Büro viel zu lange gehalten.

00:09:18: wir hätten das viel früher aufgeben sollen uns ein neues suchen sollen aber dann hätte ich mir meinen vater recht geben müssen.

00:09:27: dieses meinem vater nicht recht geben wollen hat mich bestimmt also die beruhmete.

00:09:32: damals waren irgendwie ja so ein kleiner zweistelliger tausender jeden monat.

00:09:41: das hat und ich glaube wir haben es bestimmt ein zwei jahre zu lange gehalten.

00:09:45: also

00:09:46: spannend wäre jetzt was wäre passiert wenn er die frage oder die aussage nicht getroffen hätte dass du dich da verrennst.

00:09:53: genau also ich glaub Damals war mir das nicht bewusst, sonst hätte ich es natürlich viel früher gekündigt.

00:09:59: Aber im Nachhinein betrachtet war das glaube ich so einer der Punkte warum mich daran festgehalten habe und Ich wollte da halt ihm gegenüber Nicht Schwäche zeigen

00:10:09: Ja was beweisen wollen auch müssen.

00:10:12: genau

00:10:13: Die Frage ist jetzt wie trainiert ihr das am Poker Tisch da los zu lassen?

00:10:19: Der Hebel ist die Frequenz.

00:10:21: also du trainierst sehr hochfrequent zu scheitern und zu verlieren, um mit diesem Umgang mit dieser Resilienz umgehen zu können.

00:10:28: Und vor allem lernst du immer wieder mit deiner neuen Ausgangslage zufriedenzusein die zu eroieren und von daraus einfach weiterzumachen ohne das was in der Vergangenheit war.

00:10:38: Ohne dieses ach hätt ich mal oder ach wert des und des nur nicht sondern du bist im Jetzt.

00:10:45: Du hast jetzt die Situation, du hast jetzt diese Anzahl an Chips.

00:10:48: Du bekommst jetzt diese Karten und jetzt sitzen diese Gegner am Tisch.

00:10:51: Arbeite mit der Situation, arbeite mit dem Moment!

00:10:54: Und das kannst du so hochfrequent trainieren am Pokertisch... ...und auch mit einer Fallhöhe.

00:10:58: Am Anfang spielst du halt im Gummibärchen, irgendwann spieltest du ein paar Cent und irgendwann sagen wir so es muss immer irgendwas sein wo ein kleines bisschen weh tut, sagen wir immer.

00:11:06: also Es muss keine rohen Geldeinsätze sein, so auch in einer privaten Runde Wenn's dann darum geht.

00:11:11: ja wer wäscht am Schluss ab?

00:11:12: hat auch keiner Bock drauf?

00:11:14: Hochfrequente trainieren, dieses Sein im Moment.

00:11:20: Sein mit der aktuellen Situation.

00:11:23: Lass uns das mal aufs Business übersetzen.

00:11:27: Versuchen wir mal ein Beispiel.

00:11:29: Es gibt zwei die starten gleichzeitig mit einem Start-up, mit einer neuen Firma, mit dem Unternehmen so.

00:11:36: Der eine hat am Anfang sehr viel Erfolg Verzehnfacht einfach seinen Jahresvolumen, geht einfach hoch auf ein unglaubliches.

00:11:43: Und der andere krebelt irgendwo so ein bisschen rum und sein Stadtkapital wird immer irgendwie kleiner.

00:11:50: Wir nehmen mal an die Timeline bleibt ungefähr gleich.

00:11:52: Jetzt ist derjenige, der am Anfang diesen Riesenerfolg hatte.

00:11:54: plötzlich brechen ihm die Investoren weg.

00:11:56: Plötzlich will keiner sein Zeug mehr haben.

00:11:57: er bricht wieder runter, bleibt aber trotzdem am Markt.

00:12:00: Der Andere hat plötzlich Erfolg.

00:12:03: Dann kommt irgendwas was ihn weiterbringt.

00:12:06: Beide sind am selben Punkt.

00:12:08: Beide haben ungefähr dieselbe Umsatzvolumen, dieselbe Mitarbeiterzahl.

00:12:11: Die selbe Position am Markt – wer fühlt sich besser?

00:12:14: Ja klar!

00:12:15: Der zweite fühlt es sich besser.

00:12:16: Der der von unten kommt, genau.

00:12:18: Aber was ist der Unterschied?

00:12:20: Keiner.

00:12:22: Die Situation, die Ausgangssituation, die Lage ist exakt genau dieselbe aber es fühlt dich einfach ganz ganz anders an.

00:12:28: Und erstes im Brokern ist es einfach auch sehr oft so, dass ich kurzfristig sehr schnell einen Erfolg haben kann.

00:12:33: und dann gehe ich in eine Situation rein wo meine Wahrscheinlichkeiten – das gibt's im Business ja auch.

00:12:37: Siebzig-dreißig stehen als treten aber genau die dreißig Prozent ein und boom bin ich wieder unten und beim anderen können die Dreißigprozent eintreten und er ist oben.

00:12:45: für ihn fühlt sich das an wie der Überflieger und für den Anderen fühlt es an wie Der totale Versager.

00:12:50: Hilft das Rationalisieren da?

00:12:52: Also ich mein... Auch bei neunzig Prozent Gewinnwahrscheinlichkeit verliere ich jedes zehnte Spiel.

00:12:58: Exakt!

00:12:58: Bei

00:12:58: neunzig Prozent Abschlusswahrscheinigkeit verlierei immer noch jeden zehnten Deal, ja?

00:13:02: Genau.

00:13:02: Bei Einstellungen ist ja genau das Gleiche.

00:13:05: Ich stelle zehn Leute ein und...

00:13:08: Genau.

00:13:08: ...nicht jeder trifft.

00:13:09: Was am meisten hilft, dass sie es erleben.

00:13:11: Und das ist das was am Tisch halt einfach sehr oft passiert, du erlebst es ständig.

00:13:15: Du erlebst, dass es danach weitergeht entweder geht's wieder bergauf oder wieder berghab Und hinterher analysierst du auch wieder nicht die Ergebnisse, sondern deine Entscheidungen.

00:13:24: War es eine gute Entscheidung als siebzigprozentiger Favorit in der Situation reinzugehen?

00:13:28: Genauso wie im Business.

00:13:29: Wie hoch ist meine Erfolgschance, dass mein Produkt gut launcht?

00:13:34: Lass uns das kalkulieren so und so.

00:13:35: Die Prognosen sind so und dann passiert irgendwas, das du nicht beeinflussen kannst.

00:13:39: Genau diese Faktoren, die du nicht auf dem Zettel hast – da hatten wir in der letzten Zeit

00:13:44: ziemlich viel.

00:13:46: Also wie komme ich raus aus dem, wir sind ja immer noch bei dem Punkt.

00:13:51: Wie komme ich heraus?

00:13:52: Aus dem dass sich da jetzt drinbleibe?

00:13:54: also wie schaffe ich es da los zu lassen?

00:13:56: Wie schaffe Ich ist da zu sagen okay das war eine scheißentscheidung.

00:13:59: ich habe zwar schon einen Haufen gesetzt aber weiß ich hab jetzt eigentlich das falsch entschieden.

00:14:04: Aber ich bin auch bereit das zu korrigieren mein Gesicht zu verlieren weil es richtig ist erst zu korregieren.

00:14:08: warum also?

00:14:09: das ist Ja der der lock der der so teuer ist

00:14:14: Akzeptanz.

00:14:15: Es ist wirklich nichts anderes als zu erkennen, was meine Schuld war.

00:14:21: Auch wenn man ins Private wieder reingeht... Da finde ich den Übertrag sogar noch naheliegender Diskussionen in der Partnerschaft so.

00:14:29: Fragt man sich ja auch oft?

00:14:30: Ist das jetzt wirklich mein Thema gerade?

00:14:32: oder ist es das Thema des anderen, dass ich mir gerade eben anziehe diesen Schuh also diese Ich-Bezugs-Situationen?

00:14:38: so bin ich jetzt wirklich schuld dran sich diese frage einfach öfters mal zu stellen und dann sehe ich einfach selber zu verzeihen und klarzuwerden nein, ich bin gar nicht schuld dran.

00:14:46: Ich habe mein bestes gegeben und das ergebnis konnte ich einfach nicht beeinflussen.

00:14:50: so

00:14:51: mir hat man fällt mir gerade ein.

00:14:53: früher jemand gesagt fand ich damals total doof gesagt es gibt keine falschen entscheidungen.

00:14:59: weil sind wir mal ganz ehrlich in dieser situation niemand entscheidet sich wieder besseres wissen für das fall oder für das falsche.

00:15:09: Sondern ich treffe jetzt im Moment aus den gegebenen Gegebenheiten Umständen eine Entscheidung, die ich für die richtige halte.

00:15:18: Rückblickend betrachtet mag das totaler Bullshit gewesen sein aber heute weiß ich natürlich viel mehr als ich damals wusste.

00:15:25: Aber jetzt aus der Situation treff' ich immer die vermeintlich beste Entscheidung und deswegen geht's da nicht um Schuld sondern es geht um loslassen und es geht, um das zugeben zu können.

00:15:38: Also ich glaube, das ist die Kunst.

00:15:40: Das diesen Gesichtsverlust zu akzeptieren weil kommt vor ist normal.

00:15:48: also ich meine diese Fuckup-Story und so was ist ja im Moment jetzt meine Zeit langsame Mode gewesen

00:15:53: oder sowas

00:15:53: Ja?

00:15:55: Ich würde gerne mal die Zuschauer noch mit reinholen Wann haben sie denn weiter gespielt obwohl aussteigen viel besser gewesen wäre?

00:16:08: Wir waren ja gerade bei nicht loslassen können, bei Entscheidungen treffen aus dem Moment heraus oder so.

00:16:15: Gibt es bei dir im beruflichen Kontext schwierige Entscheidungen?

00:16:19: Oder eine schwierige Entscheidung, wo du damit kämpfen musstest?

00:16:23: Boah!

00:16:24: Ja... Die gab's in der Tat und zwar in meiner eigenen Firma an der jetzigen Firma in der HPEC mit der Zusammensetzung der Gesellschafter.

00:16:34: Es gab einen Punkt, wo sich das gezeigt hat Die Konstellation in der operativen Form nicht gut funktioniert.

00:16:44: Und trotzdem wollte ich, dass das Team genauso beibehalten wird wie es war und musste aber die Rollen neu verteilen was nicht überall auf eine Augen, offene Arme, offener Ohren gestoßen ist.

00:16:58: so und da musste ich für mich selber ne Entscheidung treffen die auch mit einer Art Ich nenn es mal All-In verbunden war, also mache ich jetzt insgesamt weiter oder nicht und da für mich dann auch eine Aussage getroffen habe bzw.

00:17:11: einen Entschluss getroffen haben gesagt okay wenn das nicht so läuft wie ich mir das vorstelle dann ist hier an dieser Stelle vorbei.

00:17:16: Wir haben uns zusammengesetzt wir haben uns geeinigt und haben das neu zusammengestellt bekommen aber das war schon ganz schöner Boah, Kreuzgang!

00:17:25: Weil da sehr viel Persönliches auch drinsteckte.

00:17:28: Weil alle miteinander auf persönlicher Ebene irgendwo verbunden waren und trotzdem auf der Business-Ebene es einfach gewisse Konfliktpunkte gab die gelöst werden mussten.

00:17:37: so Und dann musst du auch anfangen zu priorisieren und hast schlaflose Nächte in der Tat.

00:17:41: Aber auch da habe ich für mich dann einfach entschieden Genau was wir vorhin hatten.

00:17:47: Ich habe einen jetzigen Informationsstand und ich habe keine Ahnung wie's weitergeht.

00:17:51: Ich weiß nicht ob das die richtige Entscheidung ist.

00:17:53: Ich werde es irgendwann erfahren, aber anhand dessen was ich jetzt weiß, werde ich so entscheiden und werde das auch umsetzen.

00:18:00: Das hat ja viel mit Loslassen zu

00:18:01: tun.

00:18:01: Definitiv!

00:18:02: Hat viel mit loslassen können zu tun hat aber überhaupt nichts damit zu tun, dass eine Gründung damals falsch war.

00:18:11: Im Gegenteil

00:18:12: gar nicht!

00:18:13: Auch die weitere Zusammenarbeit ist jetzt sogar in vielen Bereichen besser geworden als sie vorher war weil gewisse Konfliktpunkte dadurch aus dem Weg geschaffen wurden was man zum Entscheidungszeitpunkt aber nicht sehen konnte.

00:18:26: hoffen aber nicht wissen.

00:18:28: Hast du für die Führungskräfte die zu gucken?

00:18:32: Eine Übung in Anführungszeichen Wie die leichter loslassen können, wie die jetzt Entscheidungen im Moment treffen statt diesen in diesem Sankt-Kost-Buyers hängen zu bleiben.

00:18:48: Ich habe für mich eine gefunden aber die kommt nicht mit den Pokern.

00:18:51: Die hat

00:18:51: überhaupt nichts mit Pokern zu tun.

00:18:52: Das ist ganz einfach ein Tennis Ball.

00:18:55: Okay

00:18:56: ich nehme einen Tennis ball und gebe diesem Tennisball diese Entscheidung, diese Aufgabe, diese Last was auch immer ich da gerade habe ganz bewusst und halte ihn dann rein.

00:19:07: Lassen einfach fallen.

00:19:09: Und der Tennisball, da kommt auf den Boden auf und macht

00:19:11: das mal...

00:19:13: Da mault ein bisschen nach.

00:19:14: Das ist nicht gleich vorbei!

00:19:15: Das kommt wieder ins kleine Wellen irgendwie immer wieder so... Aber irgendwann bleibt da ruhig liegen, rollt in die Ecke und ist weg.

00:19:21: Und das für mich mental einfach mit diesem Tennis-Ball zu verbinden auch dieses.

00:19:25: Ich treffe jetzt eine Entscheidung und ab jetzt ist es nicht mehr im Einflussbereich.

00:19:30: Drop.

00:19:32: Hilft mir sehr.

00:19:33: Cool.

00:19:34: Schöne Übung weil also die auch wirklich etwas mit loslassen zu tun hat.

00:19:40: Das ist ja eine sehr schöne Übung, vielen Dank!

00:19:46: Ich meine aussteigen, loslassen, folgen Entscheidungen revidieren sind immer mit Kosten verbunden und immer mit Nutzen verbunden.

00:19:55: Und ich glaube das gilt es halt abzuwägen innerlich zu gucken äußerlich zu rechnen und das abzubegen.

00:20:06: Wer lange in Verantwortung steht, hat halt oft zum Bild wie er glaubt wirken zu müssen.

00:20:11: Das hatten wir in der letzten Folge ja?

00:20:12: Wenn ich glaube ... Ich überlege was du denkst und was ich über dich denke, dann wird es irgendwann halber an.

00:20:19: Ja!

00:20:20: Und deswegen ist es so wichtig sich bei sich zu bleiben und im Moment zu bleiben wenn ich Entscheidungen treffe eine Wahrscheinlichkeit zu kennen ob ich setze oder folde Wahrscheinlichkeit zu kennen, wie das ausgehen könnte.

00:20:37: Aber Wahrscheinlichkeiten sind halt keine Gewissheiten.

00:20:41: Da muss man nicht Mathematik für studiert

00:20:42: haben.

00:20:42: Definitiv ja!

00:20:44: Also letztendlich geht es aber dem ganzen Thema um Ressourcen.

00:20:46: Also ressourcen sind finanzielle Mittel Zeit Reputationen Ganz ganz viele Dinge, die in erster Linie halt auch begrenzt sind.

00:20:55: Und wenn ich es irgendwann erkannt habe welche Ressourcen für mich welche Priorität haben dann kann ich auch viel viel besser von gewissen Dingen auch mal loslassen und das verändert sich ja.

00:21:03: also ist da nicht immer alles gleich wichtig.

00:21:06: Also heißt nicht dass sich meine Werte grundsätzlich verändern sondern dass sich einfach die Gewichtung von gewissem Ressorten in diesem Moment verändert ... Wandlung auch bewusst bin, dann ist das was mir in diesem Moment wehtut vielleicht übermorgen völlig egal.

00:21:25: Lass uns das mal abbecken!

00:21:26: Also Ressourcen hier auf der einen Seite, Ego ist ja auf der anderen Seite.

00:21:30: also Gesichtsverlust ist ja auch

00:21:33: keine

00:21:34: Ressource aber ist wert.

00:21:36: oder jetzt dein Ding war gar nicht so viel Ego sondern bei dir ist es mehr weglaufen sich eben dem Konflikt vielleicht nicht stellen, mal zu früh loslassen und damit den großen Pot vielleicht liegen lassen.

00:21:54: An welchem Tisch in welcher Situation sitzen Sie noch?

00:21:57: Welche Entscheidungen lassen sie nicht los obwohl sie längst wissen dass sie schon besser ausgestiegen werden wenn ihnen die Folge gefallen hat.

00:22:07: sie wissen was kommt.

00:22:08: Vielen Dank fürs Zuhören, wir freuen uns wenn Sie den Podcast abonnieren die Glocke drücken und bei Apple fünf Sterne geben.

00:22:15: Oder das mit einem Mann teilen oder auch gerne mit einer Frau für die das Thema relevant sein könnte.

00:22:23: Und Wenn sie das gerne mal üben wollen mit dem Loslassen oder wenn sie einen Spiegel brauchen.

00:22:29: Wurstung der in ihr Ego spiegelt Der ihnen sagt wenn sie sich verandt haben.

00:22:35: vielleicht ist ja meine Männerrunde.

00:22:37: was Infos und Termine in den Show-Notes.

00:22:42: Letzte Frage, Mike!

00:22:44: Was hast du am Pokatisch gelernt über dich?

00:22:49: Nicht nur die anderen – über dich was dir kein Buch oder kein Gespräch beigebracht hat.

00:22:54: Oha, das ist eine deepe Frage.

00:22:59: Das ist wirklich in der Tat so viel dass ich es wahrscheinlich gar nicht in einem Satz wiederbringen könnte.

00:23:05: Ich habe wirklich so viel über mich gelernt mich mit dem Spiel verändert habe, dass ich eine ganz andere Persönlichkeit auch geworden bin.

00:23:13: Also insbesondere was so dieses Beschäftigen mit mir selber angeht.

00:23:17: also man abgesehen davon ich dachte manchmal hält von der Grundschule her schon hat er Zappel Philipp und so weiter.

00:23:23: Ich kann zwölf Stunden ganz ruhig am Tisch setzen und völlig konzentriert dieses Spiel spielen.

00:23:27: das kommt noch drauf an Was man tut nicht wie man es tut in dem Sinne aber Generell hier hat es mir einfach immer wieder die Möglichkeit gegeben, einen Blick auf mich selber zu werfen.

00:23:40: Warum tue ich Dinge?

00:23:41: Was passiert da und vor allem was glaube ich wie ich wahrgenommen werde?

00:23:47: also und das verändert einfach so viel dass das gleich nicht in einer Eigenschaft irgendwo zusammenfassen aber es war Essential.

00:23:53: Essential

00:23:54: cool!

00:23:56: Vielen Dank Mike für dieses Gespräch heute für die beiden Gespräche In zwei Wochen bin alleine hier, dann mit dem Thema ja die Angst schwach auszuschauen.

00:24:08: Ich will hier so ein bisschen anknüpfen an das was wir heute besprochen haben.

00:24:11: warum Gefühle in der Führung oft als Risiko gelten da will ich noch mal ein bisschen tiefer reingehen.

00:24:19: Machen Sie es gut!

00:24:19: Machen sie es ehrlich bis zum nächsten Mal.

00:24:27: Ciao.

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