Deine Erschöpfung ist kein privates Problem (#31)

Shownotes

Diese Folge zeigt, dass der innere Zustand einer Führungskraft jeden prägt, den sie führt, über Körpersprache, Energie und Tempo, lange bevor ein Wort fällt. Heiko van Eckert spricht offen darüber, warum Erschöpfung kein privates Thema ist und wo Führung wirklich beginnt: bei der Selbstführung. Du reagierst gereizt, zu scharf, ungerecht. Und Du merkst es sofort. Aber der Auslöser war nicht die Situation, sondern dein Zustand davor. In dieser Solo-Folge geht es um etwas, das viele Männer in Führung kennen, aber selten benennen: Erschöpfung, Druck, das Gefühl, dass es gerade zu viel ist. Heiko erklärt, warum Mitarbeiter, Kollegen und Peers auf Deinen Zustand kalibriert sind, was Selbstführung von Selbstkontrolle unterscheidet und warum Führung beim Zustandsmanagement davor beginnt, nicht erst beim Reaktionsmanagement. Eine Folge für Männer in Verantwortung, die spüren, dass sie ein Signal nicht länger übergehen wollen.

Reflexionsfrage für dich: Wann hast du zuletzt bemerkt, dass dein Zustand, nicht die Situation, der eigentliche Auslöser war?

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Timestamps 00:00 Der Moment, den jede Führungskraft kennt 00:34 Begrüßung und Thema der Folge 01:11 Heikos persönliche Geschichte 02:05 Warum dein Team auf dich kalibriert ist 03:16 Der Mann, der funktioniert — und das Ventil der Gereiztheit 04:18 Selbsterkenntnis ist der erste Schritt — aber nicht der beste 05:01 Selbstführung beginnt beim Zustand 06:08 Eine Frage von Ehrlichkeit, nicht von Disziplin 07:09 Reflexionsfrage für dich 08:29 Zusammenfassung und Ausblick auf die nächste Folge

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00:00:00: Es gibt einen Moment, den fast jede Führungskraft kennt.

00:00:04: Du bist gereizt, jemand sagt etwas Falsches zur falschen Zeit und du reagierst zu scharf, zu laut, ungerecht.

00:00:13: Du weißt sofort ... Arsch!

00:00:14: Das hätte nicht sein müssen?

00:00:17: Aber es ist passiert.

00:00:19: Und die Frage ist nicht ob das passiert sondern die Frage is', was war davor?

00:00:26: Männer in Balance Deine Erschöpfung ist kein privates Problem.

00:00:31: Sie prägt jeden, den du

00:00:32: führst.".

00:00:58: Beobachte.

00:01:00: Deine Erschöpfung ist kein privates Problem, sie prägt jeden den du führst ob du willst oder nicht.

00:01:11: Ich war früher bekannt dafür im Büro auch mal laut zu werden Manchmal sogar unfair zu sein Nicht oft.

00:01:20: aber es kam vor ich habe das in der Regel immer schnell gemerkt Aber da wars dann halt auch schon passiert.

00:01:28: Es war gesagt, die Stimmung war da, die Worte waren im Raum und irgendwann habe ich dann gemerkt hey der Auslöser war gar nicht das was da gerade passiert ist sondern der Ausloser war fast immer das was davor passiert war was ich schon mitgebracht hatte.

00:01:48: ja meine Erschöpfung!

00:01:51: Der Druck des Gefühl Das ist mir gerade einfach zu viel.

00:01:55: Ich schaff das nicht oder ich schaffe das kaum noch und das ist der Punkt, über den ich heute reden möchte.

00:02:06: die Menschen, die du führst deine Kollegen deinen Piers Die sind auf dich kalibriert Nicht weil sie es wollen sondern Weil dass so funktioniert.

00:02:20: ja So funktioniert unser Gehirn Deine Mitarbeiter, deine Kollegen.

00:02:26: Deine Piers im Meeting.

00:02:28: Sie lesen dich bevor du den Mund aufmachst.

00:02:31: Ja Karpersprache Energie Tempo das wird kommuniziert.

00:02:36: Das ist keine Theorie das ist Neurobiologie.

00:02:40: ja wenn ihr es googeln wollt spiegelneuronen da solltet ihr was finden.

00:02:45: wir sind soziale Wesen, die aufeinander reagieren und deswegen reagieren deine Kollegen.

00:02:52: Die Menschen, die du führst eben auch auf dich und deine Stimmung Und je höher du in der Organisation stehst umso stärker ist dieser Effekt.

00:03:05: Ja Du bist Vorbild.

00:03:06: Deine Führungskräfte kalibrieren sich auf Dich und ihre Bereiche Kalibriern sich auf Sie.

00:03:13: dein Zustand pflanzt sich also fort.

00:03:16: Dein Zustand strahlt aus in die gesamte Organisation und der Mann, der funktioniert zeigt nach außen keine Erschöpfung.

00:03:28: Der Mann ist stark!

00:03:29: Wir sind der Fels in der Brandung wir sind die Führungskraft.

00:03:32: Wir gehen voran.

00:03:34: Der Man hält durch erliefert aber unser Körper lügt nicht.

00:03:40: Die Gereiztheit is das Ventil da geht der Druck dann raus Und die Menschen in deiner Umgebung bekommen es ab.

00:03:48: Ohne, es zu verstehen und sind wir mal ganz ehrlich ohne selbst was dafür zu können.

00:03:54: Dann passiert etwas Schwieriges!

00:03:59: Denn sie werden vorsichtiger Sie werden stiller Sie werden vielleicht weniger direkt.

00:04:06: Die Energie um dich herum sinkt.

00:04:08: Du siehst das als Führungsproblem Aber in Wirklichkeit ist es ein Zustandsproblem, dein Zustands-Problem.

00:04:18: Ich kenne diesen Moment wie gesagt gut ... ich hab reagiert zu scharf Ja du hast reagiert!

00:04:26: Du kennst ihn auch zu scharf vielleicht ungerecht vielleicht zu laut und dann weißt du es sofort?

00:04:33: Ich wusste das immer so fort in dem Anblick wo ich es gesagt hatte wenn's raus war shit hätte ich mir auf die Zunge beißen können.

00:04:38: aber da wars zu spät.

00:04:40: Dieses Selbsterkenntnis ist eigentlich ein gutes Zeichen, ja?

00:04:45: Denn Bewusstsein ist der erste Schritt.

00:04:47: Selbsterkennens ist der Erste Schritt zur Besserung heißt es so schön.

00:04:50: Aber der bessere Schritt, der beste Schritt wäre der davor gewesen.

00:04:56: Nämlich nicht die Reaktion zu managen sondern deinen Zustand zum Managen.

00:05:02: und da beginnt Führung für mich.

00:05:05: Führungen beginnt bei der Selbstführung, bei der selbst Steuerung Nicht bei der Selbstkontrolle, ja das ist Unterdrückung.

00:05:12: Das meine ich nicht!

00:05:14: Sondern ich meine Selbstführung.

00:05:16: Selbstführungen im Sinne von.

00:05:18: Ich kenne meinen Zustand.

00:05:21: Ich nehme ihn ernst und ich führe ihm den Zustand bevor er mich führt.

00:05:27: Ja?

00:05:27: Ich handle Bevor er mich handelt sozusagen.

00:05:32: Wer andere führt trägt Verantwortung für seinen eigenen Zustand.

00:05:36: Das ist keine Psychologie-Debatte, das ist Führungsverantwortung.

00:05:41: Und glaubt mir ich habe viele Jahre komplexe schwierige Verhandlungen begleitet und begleite sie immer noch.

00:05:49: Der Verhandlungsführer dort die Person in der Führungsolle, dort ist Selbstmanagement, Selbstführung eines meiner Sicht eines der wichtigsten Assets für einen guten Verhandlungshörer.

00:06:02: Und das gilt für alle anderen Führungssituationen natürlich ganz genauso.

00:06:08: Was die Umsetzung betrifft, was diese Selbstmanagement, die Selbstführung betrifgt – das ist aus meiner Sicht keine Frage von Disziplin!

00:06:17: Das ist eine Frage von Ehrlichkeit.

00:06:20: Die meisten Männer, die ich kenne merken es Sie ahnen es Aber sie warten oft, bis es sich von selber wieder löst.

00:06:29: Bis die Zeiten besser werden, bis das Projekt vorbei ist, bis die Reorganisation vorbei ist was auch immer gerade ansteht und dass zu vieles.

00:06:40: Aber das wissen wir alle ja nach dem Change ist vor dem change Wir stecken in einer Dauertransformation Und es löst sich halt nicht von selbst.

00:06:49: Es baut sich auf weiter und immer weiter und Das ist das gefährliche daran Der erste Schritt auszusteigen, der ist eigentlich einfach.

00:07:01: Aber er kostet etwas!

00:07:02: Du musst einen Preis dafür bezahlen nämlich ehrlich hinschauen, ehrlich zu dir selbst sein.

00:07:10: und ich möchte dir da für eine Frage heute mitgeben keine Aufgabe heute für die Tage danach sondern einen Spiegel.

00:07:20: Wann hast du zuletzt bemerkt dass dein Zustand nicht die Situation dein Zustand der eigentliche Auslöser war.

00:07:30: Nimm dir jetzt, genau jetzt zwei Minuten, drück auf Stopp.

00:07:34: also keine große Übung, zwei Minuten nur diese Frage ehrlich beantworten.

00:07:40: Stell sie dir nochmal wann hast du zuletzt bemerkt dass dein Zustands nicht die Situation?

00:07:46: Wann hast du bemerkst das?

00:07:47: Dein Zustand?

00:07:55: Da sind wir wieder und hast du kurz reflektiert?

00:07:59: Wie ging es dir dabei?

00:08:01: Vielleicht hast Du Lust, schreib mir eine Nachricht.

00:08:03: Schreib's mir in die Kommentare!

00:08:05: Ich freue mich immer natürlich über Feedback.

00:08:08: Falls Du bis hierhin dran geblieben bist vielen Dank fürs Zuhören.

00:08:12: ich freue mich nicht nur über Kommentare.

00:08:13: Ich freu mich natürlich auch wenn Du Likes wenn Du uns bei Apple oder Spotify fünf Sterne gibst.

00:08:19: das hilft mir sehr diesen Podcast noch bekannter zu machen und ich hoffe Du hast ihn natürlich schon längst abonniert.

00:08:29: Zusammenfassend vielleicht zum Schluss, Erschöpfung ist kein Zeichen von Schwäche.

00:08:35: Sie is ein Signal und Ein signal ist dazu da gehört zu werden nicht um es zu ignorieren.

00:08:44: Du weißt was ich meine.

00:08:46: Wer das erkennt wer dieses signal erkennt führt anders den erführt sich selbst zuerst Und dann erst die Menschen, für die er Verantwortung trägt.

00:08:58: In der nächsten Folge habe ich wieder einen Gast.

00:09:01: Ich werde mit Robert Hornsteiner sprechen.

00:09:05: Er ist seit achtzehn Jahren Führungskräfte-Entwickler vor allem im Mittelstand und wir wollen darüber sprechen.

00:09:12: was kommt zuerst?

00:09:14: ja also die Führungsperson oder die Kultur?

00:09:16: wer prägt wehen?

00:09:18: Ich glaube die Antwort ist unbequemer als sie klingt.

00:09:24: bis dann Wir sehen uns wieder in zwei Wochen.

00:09:27: Bleib bei dir, ciao, ciao!

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