Beziehung zeigt, wo du dich versteckst (#27)

Shownotes

Warum sind gerade enge Beziehungen oft der Ort, an dem erfolgreiche Männer an ihre Grenzen kommen? In dieser Folge von Männer in Balance spricht Heiko van Eckert mit seiner Ehefrau Friederike Hübner darüber, warum Partnerschaft nicht nur Nähe, sondern auch Spiegel, Reibung und echte Entwicklung bedeutet.

Gemeinsam gehen die beiden der Frage nach, warum viele Männer im Beruf stark, klar und lösungsorientiert wirken – in Beziehungen aber plötzlich mit Gefühlen, Konflikten und eigener Verletzlichkeit konfrontiert sind. Es geht um Fassaden, emotionale Schutzmuster, alte Prägungen und die Erkenntnis, dass persönliches Wachstum oft genau dort beginnt, wo wir uns nicht mehr verstecken können.

Friederike Hübner ist Ehefrau von Heiko und eine erfahrene Führungskräfte-Trainerin sowie therapeutische Coachin an der Schnittstelle von Wirtschaft und Psychologie. Im Gespräch verbindet sie ihre persönliche Perspektive mit ihrer langjährigen Erfahrung in der Begleitung von Menschen in Verantwortung.

🎙️ Zu Gast: Friederike Hübner Friederike Hübner – Ehefrau von Heiko, erfahrene Führungskräfte-Trainerin und therapeutische Coachin an der Schnittstelle von Wirtschaft und Psychologie Website: https://friederikehuebner.de/

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Time Stamps

00:00 Beziehung als Spiegel für persönliche Entwicklung 00:02 Warum Erfolg Nähe oft erschwert 00:11 Emotionen, Trigger und Verantwortung 00:18 Innere Arbeit und echte Veränderung 00:26 Warum Männer Männer brauchen

Transkript anzeigen

00:00:00: Ich will heute über das Thema Beziehungen sprechen und dafür habe ich mir einen besonderen Gast eingeladen, jemanden der mich und meine Beziehung sehr gut kennt.

00:00:09: Meine Frau!

00:00:12: Und wir wollen mal sprechen über die Frage warum die eigene Beziehungsbeziehung aus unserer Sicht der beste Ort ist um zu reifen als Mann, als Führungskraft, um als Person, als Mensch zu wachsen?

00:00:33: Herzlich willkommen zu meinem Podcast Männer in Balance.

00:00:37: Mein Name ist Heiko van Eckert, ich bin Unternehmer und Berater seit vielen Jahren.

00:00:42: Ich war lange Führungskraft.

00:00:53: ganz offiziell Friederike Hübner.

00:01:00: Das ist wichtig, wenn ihr die Website sucht.

00:01:02: Ja, müsst ihr nach Friederique Hübbner suchen?

00:01:05: Du bist Führungskräfte Coach.

00:01:08: du begleitest seit vielen Jahren Menschen in Verantwortung Teams, Führungsteams in Veränderungen, in Transformationsprozessen und du bist seit fünfundzwanzig Jahren die Frau an meiner Seite.

00:01:23: ich freue mich sehr dass du Ich glaube, es ist ein gutes Jahr her, dass du schon mal hier im Studio warst.

00:01:28: Dass du wieder hier bist und freue mich sehr auf unser Gespräch heute.

00:01:34: Ja danke erstmal für die Einladung!

00:01:36: Es ist schön wieder hier zu sein.

00:01:40: Wir wollen über Beziehungen reden auch über unsere Beziehung ganz offen reden und unsere Hypothese oder unsere These.

00:01:52: Die eigene Beziehung ist der beste Ort, um aneinander oder miteinander zu wachsen.

00:02:00: Als Mensch aber natürlich auch als Führungskraft.

00:02:06: und ich möchte mal vorne anfangen.

00:02:09: Ich glaube speziell beim Männern haben wir hast du oft beobachtet dass Männer sich da manchmal so ein bisschen rausmogeln oder sowas.

00:02:20: Was glaubst du denn, warum sind Beziehungen für viele vor allem erfolgreiche Männer so herausfordernd?

00:02:28: Also ich finde das erstmal eine total spannende Frage.

00:02:31: Warum sind Beziehungen für erfolgreche Männer oder für erfolgere Menschen so herausfordert?

00:02:38: Ich glaube es liegt daran erfolgreiche Menschen zeichnen sich doch meistens dadurch aus, dass sie Macher sind.

00:02:46: Dass Sie schnelle Entscheidungen treffen, dass Sie vorangehen und strategisch denken, dass die Dinge im Fokus haben, vorantreiben.

00:02:54: Also es geht ganz viel ums machen, ums Ergebnisse produzieren.

00:03:00: Und es geht wenig in Verbindung sein mit sich selbst und ums fühlen.

00:03:07: Das ist beim Erfolg ja auch total ... Hilfreich erstmal, das sind ja so total gute Eigenschaften.

00:03:12: Und in Beziehungen ist das machen für eine Weile glaube ich oft auch gut und es ist ja auch ein elementarer, eine elementare Qualität.

00:03:24: aber irgendwann geht's in Bezielung ja darum miteinander zu sein.

00:03:35: Es kommen Konflikte, die ersten Unterschiede werden deutlich... es geht vielleicht nicht mehr nur noch ums Aufbauen also ums Machen und dann komme ich mit meinen Macherqualitäten nicht mehr weiter weil dann geht's plötzlich darum zu fühlen in Beziehung zu sein und etwas zu zeigen, etwas so haben was ich eigentlich mit meiner erfolgreichen Seite gar nicht so gelernt habe.

00:04:06: Glaubst du, dass wir Männer uns dafür irgendwas verstecken?

00:04:10: Ja!

00:04:11: Also ganz bestimmt.

00:04:14: Ich glaube das erfolgreiche Männer oder erfolgreichen Menschen oder wahrscheinlich sogar alle... Wir haben alle ja gelernt in unserer Geschichte etwas zu kompensieren, nämlich in der Regel Schmerz zu kompen- sieren, schlechte Erfahrungen zu kompin- sien und die erfolgreichen Menschen haben eine bestimmte Strategie gewählt, nämlich ins Machen zu gehen.

00:04:39: Ins Tunen, ins Leben rauszugehen um nicht mehr zu fühlen oder sich zum Beispiel zu beweisen um vielleicht den mal gefühlten Minderwert den man nicht fühlen wollte zu kompensieren.

00:04:57: also ja wir haben gelernt etwas wegzusperren und auf eine andere Art und Weise überlebensfähig zu sein.

00:05:06: Und das auch zu sein!

00:05:08: Glaubst du, dass ist was, was Frauen eher sehen als Männer?

00:05:13: Dass diese Beziehung, diese Nähe da fehlt...

00:05:19: Wahrscheinlich ist es so, dass es mehr Frauen gibt die das spüren als Männer und es gibt aber auch Frauen, die das nicht spülen.

00:05:27: Aber tendenziell, wenn wir mal ein bisschen in diesen Stereotypen bleiben ist es so, dass die Frauen das eher spüren.

00:05:35: Dass da was fehlt und dass sie an den erfolgreichen Menschen, denen Sie ja eigentlich lieben, vielleicht nicht wirklich dran kommen oder er sich wirklich auf mich einlässt?

00:05:51: Also ich frage das deswegen weil ich glaube, dass das bei uns so war, bemerkt, gemerkt hast ... dass ich da nicht da bin.

00:06:05: Oder nicht ganz da bin oder nicht ganz echt bin oder irgendwie so was.

00:06:11: War

00:06:12: das so?

00:06:13: Ja, das war so.

00:06:14: Ich glaube in den ersten ein zwei Jahren hab' ich es nicht so gemerkt.

00:06:20: Ähm... oder konnte ich damit zumindest irgendwie gut umgehen.

00:06:23: und dann gab's irgendwann einen Punkt wo ich gemerkt habe, Du glaub ich, ein Teil von mir nicht siehst.

00:06:31: Vielleicht auch gar nicht sehen magst weil du dafür hättest selber etwas in dir öffnen müssen was du zu dem Zeitpunkt nicht konntest oder so.

00:06:43: und deswegen habe ich lange das Gefühl gehabt Ich begegnet dir nur in ganz wenigen Momenten Und meistens pralle ich an so einer Fassade ab gedacht, ich komme da nicht rein.

00:07:00: Ich mein jetzt ist Fassade ja durchaus was, das mir geläufig ist.

00:07:05: Ich denke eines meiner Muster war lange hier hinter einer Fassada zu verstecken, was ich wirklich von mir gehalten habe also so nach außen der Erfolgreiche zu sein und dahinter vielleicht doch große Selbstzweifel zu haben ob ich das kann oder gut genug bin der Kunde das sieht, ob die Mitarbeiter das merken.

00:07:24: Dass ich ja doch gar nicht so toll bin wie ich mich gerne verkaufe und das

00:07:28: kann ich ja.

00:07:30: Und warum glaubst du dass gerade in engen Beziehungen also in unserer Verbindung oder in anderen sehr engen Partnerschaften eh in Warum fällt es da gerade besonders auf?

00:07:43: Also warum wird's da so...

00:07:46: Also ich glaube In engen beziehungen sind wir ja am verletzbarsten.

00:07:54: Also die Menschen, mit denen wir da in Beziehung sind, sind uns ja wichtig.

00:07:58: Das ist ja nicht irgendjemand, sondern sie sind uns nah und wenn die was tun verletzt uns das am meisten oder kann uns es am meisten verletzen.

00:08:10: Und weil wir glaube ich befürchten Ähnliches vielleicht wieder zu erleben, was wir früher mal erlebt haben, sind wir da dann besonders zu oder besonders dies- oder jenes, fallen halt in unsere Muster.

00:08:24: Weil die Gefahr am größten ist quasi und deswegen ist es am sichtbarsten in welchem Muster wir fallen.

00:08:33: und in einer Beziehung wird das meistens ab einem bestimmten Punkt nicht mehr... immer toleriert vom Gegenüber, weil der wird ja auch getriggert und unsere Trägerpunkte liegen auch am offensten in den Beziehungen.

00:08:47: Weil wir kommen nicht so schnell raus.

00:08:49: Wir können ... Ja natürlich können wir diesen Beziehungspartner wechseln aber das meistens holt uns das dann beim nächsten wieder ein.

00:08:58: Aber wenn die Menschen wirklich wichtig sind wollen wir das eigentlich gar nicht Und dann sind unsere Triggerpunkte einfach offen Dann kann der Partner Triggern und unsere Prozesse gehen los.

00:09:11: Und ich komme manchmal gar nicht umhin, quasi meine Hausaufgaben zu machen.

00:09:17: Weil es mir wichtig ist, ne?

00:09:18: Also das ist so ... Als ich sage jetzt mal, ich glaub, das geht vielen so.

00:09:23: Also in den Job kann man mal wechseln.

00:09:25: Den Job innerhalb der Firma kann man sowieso mal wexeln wenn da irgendwas nicht passt oder triggert oder sonst irgendwas.

00:09:30: Den Chef, der einständig triggiert, den kann man wechselnen.

00:09:33: ja also im schlimmsten Fall kann man die Firma wechselen.

00:09:37: Aber ich sage mal, wenn man sich mal ein gemeinsames Leben aufgebaut hat.

00:09:40: Kinder da sind Haus und das ganze Thema.

00:09:44: Gemeinsame soziale Freunde, Netzwerke... Dann ist es ja auch das glaube ich erstens ganz rational, das Schwierigste zu wechseln.

00:09:54: Das Schmerzhafteste zu wechseln Da ist ja auch noch mehr, hoffentlich als nur Haus und Kinder die einen noch zusammenhalten.

00:10:02: Sondern halt auch Liebe, Verbindung nähe der Wunsch nach gemeinsamer, gemeinsamem Altwerten.

00:10:10: Und ich glaube deswegen gibt es natürlich auch eine Motivation dann da was zu tun und da daran zu arbeiten.

00:10:19: Ja und ich glaube dass man in diese Also das es hilfreich ist in dieser Haltung zu kommen dass wir daran arbeiten müssen.

00:10:28: Ich glaube, der ganz springende Punkt ist ... Ganz oft sind ja erst mal die anderen Schulden, ne?

00:10:35: Also du bist halt nicht so wie ich mir dich gewünscht habe.

00:10:38: also beim nächsten, wenn das ein anderer Mann hätte, wäre ich bestimmt glücklicher oder irgendwie sowas, ja?

00:10:45: Dich

00:10:45: beruhigt es, dass du auch nicht so bist, wie ich mich dir gewünschte, oder?

00:10:49: Nur so am Rand!

00:10:52: Und das macht's ja erstmal einfacher, liegt ja nicht an mir,

00:10:56: ne?!

00:10:56: Sondern ganz klar, liegt ja an dir.

00:10:59: Und irgendwann kommen wir hoffentlich an den Punkt zu erkennen dass das keine hilfreiche Sichtweise ist sondern dass es immer hauptsächlich mal an mir liegt also dass zumindest ich der einzige Hebel bin an dem mich was tun kann und du eigentlich nur ein Spiegel bist für mich und insofern kann ich dann anfangen meine Hausaufgaben zu machen Und dann verändert sich ja auch ganz viel.

00:11:31: Hausaufgaben machen ein schönes Stichwort, also ich hatte mir hier so einen Stichwort aufgeschrieben... Ich kann mich noch sehr gut erinnern dass es mich lange sehr stark unter Druck gesetzt hat wenn du angefangen hast zu weinen und zu Hause.

00:11:48: Und das ist ja was glaube ich was jetzt typisch ist durchaus für viele Männer Wenn da so'n emotionaler Druck aufgebaut wird Ja?

00:11:56: Also mit sachlichen Druck können wir umgehen, das haben wir gelernt.

00:12:01: Aber mit diesem emotionalen Druck dieser... Ich glaube ich habe es mal emotionale Erpressung genannt damit umzugehen und das zu lernen Das ist glaube ich was was also das konnte ich nur in der Beziehung lernen.

00:12:16: das konnte nicht lernen wenn eine Mitarbeiterin gemeint hat dass war etwas anderes.

00:12:19: das konnte irgendwie weg moderieren.

00:12:22: ja hast du Was passiert da aus deiner Sicht?

00:12:27: Oder was ist da aus Deiner Sicht bei mir mit mir passiert, weil du dein Gesicht zeigst mehr.

00:12:33: Du kennst es kannst du nicht auch

00:12:34: noch.

00:12:34: Ich kann mich gut daran erinnern.

00:12:36: das hat ja auch bei mir etwas gemacht.

00:12:40: ich glaube dass du also ich habe ja in dem moment eigentlich eine Verletzlichkeit oder auch ein Eine verletzung gezeigt die bei mir entstanden ist Ja die du vielleicht ausgelöst hast aber für die du gar nicht unbedingt immer verantwortlich warst.

00:13:00: Also ja, sondern es war einfach ... das ist halt passiert und du hast dich dann ... hast das Gefühl gehabt dass ich dich dafür schuldig mache also dass du schuld bist.

00:13:11: Das war gar nie meine Absicht Sondern Es war halt einfach nur das.

00:13:16: Ich habe gezeigt wo was es gerade mit mir gemacht hat Und ich glaube für dich wäre wichtig gewesen zu verstehen.

00:13:24: Ich glaube, heute kannst du das ... Das bei mir zu lassen und zu sagen, hey, kannst du mal gucken?

00:13:30: Kannst du was anderes machen oder so was?

00:13:31: Aber dieses ... Das Gefühl, bei mir zulassen.

00:13:35: Ja!

00:13:35: Und mich zu nehmen mit meiner Verletzung.

00:13:40: Das kannst du heute.

00:13:42: Mhm.

00:13:43: Ich hab damals ja mir gesporen ich gewöhne mir das Weinen ab.

00:13:49: Ja... Das war vielleicht für die Zeit auch ganz hilfreich, weil dadurch hatten wir es ein bisschen stressfreier.

00:13:55: Aber ich hab mich da durch von dir entfernt, weil ich habe meine Gespüle plötzlich angefangen wegzustecken.

00:14:00: Was ich nicht geschafft habe damals war zu meinen Gefühlen zu stehen und so sagen hey wenn du dich damit überfordert fühlst dann lass sich das bei dir.

00:14:08: also wir haben im Grunde einen gleichen Effekt gehabt weißt Du?

00:14:11: Wir haben das Gefühl des anderen genommen um uns in Frage zu stellen Und es auszuhalten dass etwas beim Anderen passiert Und es gar nicht unbedingt meine Verantwortung ist oder nur zum Teil, das mussten wir glaube ich beide erstmal lernen.

00:14:27: Also und ich glaube man das ist was die regelmäßigen Hörer hier von mir immer wieder hören ist dieses... also mein Gefühl ist erst mal mein Gefühl und es geht darum das bei mir zu lassen.

00:14:39: und dein Gefühl deinen Weinen ist erst einmal dein Gefühl um das bei dir zu lassen wenn das bei mir was auslöst in dem fall dieses gefühl von erpressung.

00:14:48: also bei mir war das so jetzt Wenn wenn du nicht kriegst, was du willst dann fängste des heulen an um mehr druck auf mich zu machen So kamen das bei meh an.

00:14:56: So habe ich das empfunden

00:14:57: so kennst du das ja auch eher von früher von

00:14:59: hause.

00:15:00: na klar wo kommt es her hier genau?

00:15:03: und Das dann bei?

00:15:05: also dieses Gefühl des Erpresstwerdens bei mir zu lassen und nicht so sagen, du erpresst mich sondern ich fühl mich erpresste.

00:15:15: Das ist der Lernschritt glaube ich gewesen oder?

00:15:20: Also jetzt mal ein bisschen vereinfacht dargestellt

00:15:23: Ja das ist der eine und der andere.

00:15:26: hey wenn sie weint heißt dass nicht gleich sich damit was machen muss sondern weint sie jetzt halt kein Drama

00:15:36: Ja, wobei ich jetzt sofort verantwortlich bin.

00:15:39: Und das ist ja der Punkt?

00:15:40: Weißt du dich nicht dafür verantwortlicht zu fühlen für mein Weinen?

00:15:44: Du kannst dann neugierig nachfragen was ist denn los oder sowas.

00:15:47: Aber erstmal ist es nicht dein Gefühl also hast du damit erst im zweiten oder dritten Schritt zu tun.

00:15:55: und ich meine Aber nachzufragen, neugierig mit dem Wein.

00:16:00: Das ist schon sehr erwachsen, sind wir mal ehrlich!

00:16:03: Da ziehe ich jetzt meinen Hut vor jedem Ehemann, der da so mit umgeht.

00:16:07: Also

00:16:07: bei deinem Kind würdest du das wahrscheinlich tun?

00:16:10: Hey was ist denn passiert?

00:16:11: Was ist denn

00:16:11: los?!

00:16:13: Ja stimmt.

00:16:13: Von dem fühlst Du Dich nicht erpresst.

00:16:15: Ja, das stimmt.

00:16:16: Ist ein gutes Beispiel.

00:16:18: Ich überlege gerade... Kennt ja so Situationen auch aus Business-Meetings, wo irgendeine Mitarbeiterin anfängt zu heulen.

00:16:25: Und wo man dann sofort in der Verteidigungs-, Rechtfertigungshaltung ist oder in der ... Das muss jetzt aufhören!

00:16:31: Weil das gehört sich nicht im ... Es ist nicht schicklich.

00:16:34: und Gott was hab ich jetzt gemacht?

00:16:36: Bin ich wieder der böse Mann gewesen und so weiter.

00:16:40: War ich zu hart...

00:16:41: Also ich glaube da kommt noch sowas anderes.

00:16:45: Da sind wir vielleicht wieder bei den erfolgreichen Männern die ihre eigenen Gefühle weggeschoben haben.

00:16:51: Das heißt, da gibt es ja auch eine Angst vor eigenen Gefühlen, vor dem eigenen Schmerz, vor den eigenen Weinen oder sowas.

00:16:59: und wenn dann plötzlich da Mitarbeiter oder die eigene Ehefrau heult, kann man das ganz schwer aushalten, wenn man nicht selber zu seinen Gefühle steht also wenn man die noch weggesperrt hat.

00:17:12: Also das fühlt sich so dramatisch an.

00:17:16: dabei weint sie halt gerade mal.

00:17:17: Ja, also das ist jetzt ... Geht die Welt nicht runter.

00:17:21: Ist kein Beinbruch?

00:17:22: Dann soll sie halt mal weinen!

00:17:24: Da kann ich ja immer Taschentuch geben.

00:17:26: Also ein Weinen an sich ist überhaupt nichts Dramatisches.

00:17:30: Aber es hat diese Dramatek weil da so eine große Angst vor diesem weggesperrten Sack von Gefühlen ist.

00:17:42: Das kriegt ne Wertigkeit, die ist eigentlich gar nicht verdient oder hat nicht unbedingt verdient.

00:17:49: Jetzt habe ich ja die Hoffnung, dass ich da irgendwas gelernt hab die letzten Jahre und das du es auch gemerkt hast.

00:17:55: Und ich vielleicht auch was gelernt hab?

00:17:57: Natürlich!

00:18:00: Gibt's Momente wo du gemerkt hasst, dass sich da etwas verändert, wo du gemacht hast... Da ist der Heiko, da hat er irgendwie einen Schritt gemacht.

00:18:08: Oh, da gibt´s ganz, ganz viele also... Ich glaube Also ich glaube ein ganz wesentlicher Schritt ist, dass du dich mit deinen Gefühlen auseinandergesetzt hast und auch in den Keller deiner Gefühle hinabgestiegen bist.

00:18:24: Und die dir angeschaut hast und deswegen glaub' ich auch mit meinen Gefühlern ganz anders umgehen kannst.

00:18:31: Deswegen bist du offen inzwischen!

00:18:33: Ich hab nicht mehr das Gefühl, dass sich an Deiner Schutzwand abprallen.

00:18:39: Da kann ich durch.

00:18:40: Du sagst mal, du im Moment gib grad nicht.

00:18:42: Das ist ja auch völlig legitim.

00:18:45: Aber wenn wir in Beziehung sind, dann darf ich da rein ... In dein Herz oder so?

00:18:52: Ja das ist irgendwie aufgegangen!

00:18:54: Das war verschlossen.

00:18:56: Also ich fand jetzt die Reihenfolge ganz wichtig.

00:18:58: Du hast gesagt... Ich hab mich erst mit meinen Gefühlen auseinandergesetzt und seitdem kann ich mit deinen besser umgehen.

00:19:05: Das ist die Reihenfolge.

00:19:06: Unbedingt!

00:19:08: Die Arbeit fängt bei mir an, in meinem Keller und bei meinen Themen, die mich triggern.

00:19:18: Die muss ich aufräumen und arbeiten.

00:19:25: Im ersten Schritt glaube ich mal da sein lassen?

00:19:27: Genau das wollte ich gerade sagen.

00:19:29: Arbeiten klingt immer so nach wahnsinnig viel Tun wieder... fast manchmal das Gegenteil von tun da sein lassen.

00:19:37: Genau, da sein Lassen.

00:19:38: Ich glaube, dass ist mal das Entscheidende.

00:19:39: Es geht gar nicht ums integrieren und irgendwas damit machen es geht ums fühlen.

00:19:43: also dieses ich bleibe bei diesem weinen moment

00:19:46: zu

00:19:47: fühlen.

00:19:47: was macht das mit mir wenn du weinst nämlich?

00:19:50: oh Moment bin ich hier erpresst habe ich fühle mich schuldig.

00:19:54: Was is denn gerade da?

00:19:55: Das erst Mal wahrzunehmen ist der erste Schritt Und dann Kann ich auch anfangen, mich für deine Gefühle zu interessieren?

00:20:03: Ja.

00:20:04: Das ist aber erst der zweite oder dritte Schritt.

00:20:06: Genau!

00:20:07: Weil so lange stellt da noch irgendeine Blockade dazwischen?

00:20:12: Also für dich als Frau... Für dich als meine Frau... Was ändert sich denn wenn ... Als ich angefangen habe oder wenn der Mann auf der anderen Seite sozusagen anfängt sich mit seinen Gefühlen und seinen Themen zu beschäftigen?

00:20:29: weil Wir hatten ja vorhin, du hast es gemerkt vor mir sozusagen.

00:20:32: Du hattest den Nied ... Vor mir und das erlebe ich ja oft, dass das häufig die Frauen da ein paar Jahre vorher dran sind.

00:20:40: Mhm.

00:20:41: Ja?

00:20:42: Erst mal war das so'n ... Er fängt an!

00:20:48: Ohne, dass sich schon was verändert hatte.

00:20:49: Aber das war schon mal irgendwie so ein ... Hey der übernimmt Verantwortung für sein eigenes Tun.

00:20:54: Was für seinen ... Du hast Verantwortung für dich übernommen.

00:20:57: Das war super.

00:21:01: Du hast das ja in so einem Seminar gemacht.

00:21:04: Und du hattest plötzlich Menschen, mit denen du dich über sowas ausgetauscht hast und ... Das hatteste vorher nicht!

00:21:14: Du hattetst nicht die Freunde, mit dem du viel Gefühle geredet hast.

00:21:21: Dadurch sind plötzlich ganz andere Themen zu uns gekommen auch in unsere Gespräche Und ja, es hat sich dadurch angefangen was zu verändern.

00:21:34: Also unsere Gespräche haben sich verändert.

00:21:38: du hattest plötzlich andere Prioritäten.

00:21:43: wenn Du uns so langsam also auch ein bisschen abzubinden Wenn Du als Frau den Männern da draußen die zuhören und hier hören ja überwiegend Männer zu Was möchtest Du denn denen gerne sagen zum Thema Beziehung?

00:21:59: Weil viele haben ja Beziehungsthemen Viele erfolgreich in meiner haben Beziehungsthemen.

00:22:04: Also ich glaube, es ist sogar fast ein bisschen egal ob du in einer Beziehungen bist oder nicht.

00:22:12: aber der erste Schritt ist mal bei sich anzufangen und mit sich selbst in Beziehungszukommen.

00:22:21: Und dann glaube ich oder bin ich ganz sicher verändern sich deine Gefühle immer wie deine Beziehunge im Außen?

00:22:32: Erst die Beziehung zu mir selbst, dann verändert sich meine Beziehungen im Außen.

00:22:36: Entweder die Beziehen zu meiner Frau wird ein Partnerin besser oder ich bin vielleicht auch offen und bereit für die richtige Beziehungs- ... Wenn ich gerade keine habe, dann scheitert das ja oft daran, dass ich mit mir selber nicht gut in BeziehUNG bin.

00:22:51: Deswegen kann ich auch nicht gut mit anderen in beziehung sein, deswegen wettet auch nichts.

00:22:56: Genau!

00:22:56: Und ich glaube was vielleicht noch der Schritt davor ist, zu sagen hey Beziehung ist mir wichtig.

00:23:06: Und vielleicht deswegen beschäftige ich mich jetzt mit mir, weil ... Ich glaube die Sehnsucht nach Beziehungen haben wir doch am Ende wahrscheinlich alle.

00:23:16: Also ich glaub, die meisten haben eine Sehensucht nach beziehung und wenn sie entweder immer nur in einer Qualität da ist, mit der ich sage, es ist noch nicht so das oder ich habe keine dann lohnt es sich erstmal bei sich anzufragen?

00:23:34: Das ist ein spannender Punkt der mir gerade noch, bei mir gerade nochmal so klingelt.

00:23:38: Weil das ist so dieses... Also ich unterstelle jetzt mal boshaft vielen erfolgreichen Männern und also aus eigener Erfahrung.

00:23:46: Ich rede jetzt da mal nur von mir erst einmal Da war Beziehung nicht so wichtig.

00:23:51: Also Prio I hatte irgendwie Ergebnis, ja?

00:23:54: Prio II hat Leistungen, Prio IX hat Erfolg die Familie auch.

00:23:59: also zwar für die Familie aber die Reihenfolge ist ich muss erfolgreich sein damit ich die Familie absichern kann.

00:24:06: Damit ist die Familie irgendwie wichtiger Aber die Beziehungen zur Familie hat nicht diesen Stellenwert.

00:24:13: und du sagst jetzt Prio i oder Schritt eins wäre sozusagen anzuerkennen dass Beziehung wichtig ist, weil wir Menschen und da gehören erfolgreiche Männer ja auch dazu soziale Wesens sind.

00:24:28: Weil wir alle irgendwo diese Sehnsucht nach einer gesunden Beziehungen oder nachgesundenen Beziehungs haben.

00:24:38: Und deswegen sollten wir erst mal die Beziehunge zu uns

00:24:40: klären.

00:24:41: Also ich glaube schon!

00:24:42: Jetzt kann man natürlich sagen vielleicht spürt nicht jeder sofort seine Sehmsucht, weil das gut weggepackt ist.

00:24:48: Aber Oftmals ist es doch, glaub ich so, dass wir an einem bestimmten Punkt im Leben dann merken, hey jetzt ist keine Ahnung meine erste Ehe ist geschieden.

00:24:58: Meine Mitarbeiter sind auch nicht so zufrieden mit mir.

00:25:01: Keine Ahnung der Chef ... keine Ahnung und wir kriegen plötzlich von überall so Einschläge ja?

00:25:07: Und merken hey verdammt noch mal irgendwie bin ich ganz schön alleine!

00:25:11: Und das ist oft glaube ich ein Punkt wo dann über dieses empfundene Leid in dem Moment Ein Gefühl entsteht, dass ich irgendwas ändern möchte.

00:25:25: Dass da irgendwas in meinem Leben fehlt oder falsch läuft und dann zu realisieren, dass das vielleicht auch daran liegt, dass mir Beziehung fehlt zu mir und dann eben auch zu den anderen.

00:25:39: Wenn

00:25:40: du an dem Punkt bist oder wenn du ein paar von diesen genannten Einschlägen irgendwie kennst oder hörst oder so was ist jetzt vielleicht der Moment Ich selber mal zu fragen, wie gut ist denn deine Beziehung zu dir selbst?

00:25:56: Wie gut bist du denn im Kontakt mit dir selbst.

00:26:00: Eine gute Frage ist da ja immer, wie geht es mir eigentlich gerade?

00:26:05: und also ich kann das selbst von mir sagen, ich habe das am Anfang meiner eigenen inneren Arbeit nicht beantworten können und hatte dann die Übung.

00:26:17: an jeder

00:26:18: Ampel

00:26:19: hab ich mich gefragt, wie geht's mir?

00:26:22: Und so habe ... Ich hab manchmal ganz schön blank dargestanden.

00:26:26: Aber mit der Zeit wurde es besser.

00:26:28: Wie oft bist du bei Grünen nicht losgefahren, weil du nachgefahren

00:26:30: warst?

00:26:31: Weiß ich nicht so genau!

00:26:35: Abschlussfrage noch, weil Du das vorhin angesprochen hast auch, dass ich ja angefangen hab, mit Männern in einem Männergruppe die Manngeburt zu machen und da in seiner Männergruppen neun Monate lang unterwegs zu sein.

00:26:48: Warum glaubst du, dass manche Themen besser mit Männern besprechen?

00:26:55: Also ich kann das nur aus eigener Erfahrung sagen.

00:26:57: Für mich war es am Anfang leicht da, manches mit Frauen zu besprechen weil da manche Hemmschwellen nicht da sind und das Gefühl die haben alle ähnliche Themen Die kennen das alle was ich da vorsichtig versuche auszudrücken Und sind auch schon durchgegangen machts plötzlich Echt um vieles einfacher, weil es scheinbar nicht daran liegt dass ich total komisch bin oder ist einfach nicht auf die Reihe kriege.

00:27:26: Sondern den geht das genauso und das schafft aus meiner Sicht ein erstes Gefühl von Verbundenheit was ich nicht mehr so richtig kannte Und ich könnte mir vorstellen dass euch Männern das ähnlich geht.

00:27:41: Ja also unterschreibe ich sofort und ich glaube es kommt noch etwas dazu.

00:27:46: gerade wenn es um Gefühle geht, ist ein Gespräch mit einer Frau immer schwierig.

00:27:52: Weil ich sofort immer das Gefühl hätte, die kann viel besser fühlen als ich.

00:27:56: Das

00:27:57: kann auch noch sein.

00:27:58: Wo ich dann sofort in dieser kleinen Haltung und so wäre da mit Männern sehr viel leichter weil ... Die können auch nichts fühlen weißt du?

00:28:07: Ja genau, bei den Frauen ist das ähnlich, weil die Frauen eher das Gefühl haben.

00:28:13: Ich glaub, die meisten Frauen kennen das.

00:28:14: Sie haben es schon mal versucht mit ihren Männern zu teilen und dann sagen ... Okay, wie kann ich's jetzt für dich lösen?

00:28:22: Dann kommen Ratschläge, der Werkzeugkasten ausgepackt und wo kann ich draufhauen im Hammer oder so.

00:28:29: Und das ist ja nicht was, was ich in dem Moment brauche.

00:28:33: Deswegen ist es da auch gut als Frau unter Frauen erste Schritte zugehen und Männer unter Männern.

00:28:41: Schöne Schlusswort.

00:28:43: Vielen Dank fürs Zuhören!

00:28:44: Wenn du bis hierhin dran geblieben bist und es dir gefallen hat, dann freuen wir uns natürlich wenn du uns Likes oder gar einen Kommentar da lässt.

00:28:52: Wenn du uns bei Apple oder Spotify hörst gib uns bitte fünf Sterne.

00:28:56: das hilft uns einfach sehr da bekannter zu werden und den Podcast auch noch ein bisschen weiter zu verbreiten.

00:29:03: Wir sehen und hören uns dann wieder in zwei Wochen.

00:29:07: Da werden wir noch eine Folge mit meiner Frau haben, nochmal ein Interview auch mit meiner Frauen.

00:29:12: Und wir wollen uns in zwei Wochen mal um den Transfer kümmern.

00:29:16: sozusagen was heißt denn das alles speziell jetzt im Business?

00:29:20: Also wir wollen wirklich nochmal auf die Führungskraft, auf die Themen der Führungskräfte eingehen sozusagen so persönliche Reife als Erfolgsfaktor.

00:29:33: Vielen Dank, dass du da warst.

00:29:35: Danke für die Einladung!

00:29:36: Wir sehen uns in zwei Wochen.

00:29:43: Tschau-Tschau!

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