Hol dir ein Nein - Wie Angst zum Weg in Freiheit und Lebendigkeit wird (#20)
Shownotes
📖 Zum Buch von Martin Frederik Garbers: https://martin-frederik-garbers.com/book/
📍 Mehr über meine Arbeit: 👉 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/heikovaneckert/ 👉 Website & Seminare: https://heikovaneckert.com/
Wenn Du lernen willst, bewusster zu führen und klarer zu leben, findest Du weitere Informationen zu Männerkreisen und Seminaren auf meiner Website.
Transkript anzeigen
00:00:00: Wo bist du deiner Angst vielleicht begegnet?
00:00:03: Wo hast du die Fragen, wo du sagst, ah, da könnte ich die Angst mal einladen.
00:00:09: Dazu möchte ich dich einladen, das zu tun.
00:00:12: Männer in Balance,
00:00:14: hol dir ein Nein.
00:00:16: Wie Angst zum Weg in Freiheit und Lebendigkeit wird.
00:00:20: Ja, herzlich willkommen zu meinem Podcast.
00:00:22: Wenn ein Balance.
00:00:23: Ich bin Heiko von Eckhardt.
00:00:24: Wie ihr wisst, ich bin Berater.
00:00:26: Ich hab selber ein paar Bücher geschrieben und hab heute Martin wieder hier im Studio.
00:00:30: Martin hat vor zwei Wochen schon mal über seinen Buch gesprochen, den Liders Camino.
00:00:34: Und heute wollen wir mal ein bisschen tiefer noch einsteigen in die Geschichten auch aus dem Buch.
00:00:40: Bin sehr gespannt, was du zu erzählen hast.
00:00:42: Schön, dass du wieder da bist, Martin, vielen Dank.
00:00:44: Ja,
00:00:44: Heiko, vielen Dank für die Einladung.
00:00:46: Vielen Dank für die zweite Gelegenheit, einfach noch ein paar Geschichten.
00:00:49: aus meiner Erfahrung mit dem Jakobsweg zu teilen.
00:00:53: Ich habe am Mitte des Jahres ein Buch herausgegeben, The Lead is Camino, vom Exit zur Expansion.
00:00:57: Und da ist sowohl die Geschichte, wie ich vor acht Jahren halt auf dem Jakobsweg unterwegs war, was ich da auf dem Weg erlebt habe, als auch Geschichten von Klienten, die ich in ihrer Transformationsreise begleitet habe.
00:01:10: Ich halte es mal für geschickt, Geschichten zu erzählen, weil das am naheliegendsten ist.
00:01:15: Wir erzählen uns am Vorjahr immer früher Geschichten und das tun wir heute indirekt ja auch wieder.
00:01:20: Und deswegen habe ich ein paar Geschichten mitgebracht.
00:01:22: insofern.
00:01:23: Freu ich mich.
00:01:25: Ja, cool, vielen Dank.
00:01:26: Jetzt weißt du ja, ich arbeite hauptsächlich mit Männern.
00:01:29: Ich weiß, ich kenne dein Buch.
00:01:31: Du hast in dem Buch ja auch überwiegend Geschichten von Männern drin.
00:01:36: Gibt es denn ... Muster in dieser Transformation, wo du sagen würdest, das ist typisch männlich.
00:01:44: Also, ich denke, da gibt's schon gewisse Cluster.
00:01:46: Und ich hab so ein Cluster von Klienten, die zu mir kommen, weil sie raus wollen aus ihrer alten Rolle.
00:01:53: In der Regel sind es Führungskräfte, die dahin gekommen sind und sind erfolgreich geworden.
00:01:57: Und ich würd da mal einen rausgreifen.
00:02:01: Der ist auch in dem Buch drin, das ist ehemaliger Unternehmensberater gewesen, war dann lange in der Industrie.
00:02:06: Ich hab da mal kennengelernt auf einem Seminar, da ging's auch um Männerarbeit, Männergruppe, da haben wir uns kennengelernt.
00:02:11: Und irgendwann kam auf mich zu, sag mal, Martin, du machst doch diese Kamino-Coachings, kann ich da mal mitkommen?
00:02:16: Dann sag ich, klar, geh mal einen Tag mit.
00:02:19: Dann mach ich den ganzen Tag lang ein Stück Jakobsweg gehen, entweder hier in München, in den langen Richtung Schäftlarn raus oder auch am Starnberger See.
00:02:28: Also, Ammersee gibt's ja überall hier Jakobswegstücke.
00:02:32: Und die gehe ich dann den ganzen Tag.
00:02:33: Wir haben dann eine kleine, ein, zwei, drei Leute dabei, Männer oder gemischt.
00:02:37: Und wir sprechen halt über verschiedene Coaching-Themen und er hat das mitgebracht.
00:02:42: Und am Ende dieses Kaminotags war ihm deutlich, dass er da raus möchte, wo er heute ist.
00:02:49: Und dann haben wir ... Komm, lass mal überlegen, wie er das gehen könnte.
00:02:52: Und ... wir haben dann überlegt ... Sag mal, wer wär's denn, wenn du einen Zerbett-Dickel hinkriegen könntest?
00:02:57: Du hast einen Baustier ins Zerbett-Dickel ein und sein großer Lebenstraum war, war, den PCT zu laufen, den Pacific Crest Trail.
00:03:03: Das ist Kanada, Mexiko durch die Rocky Mountains.
00:03:07: Also echt anspruchsvoll, da lauf ich da halt mit, keine Ahnung, mit dem Kilo gepackt durch die Wildnis.
00:03:13: Sechs, sieben Tage außerhalb der Zivilisation.
00:03:17: Baust halt einen Camp auf und also ist richtig anspruchsvoll.
00:03:21: Und er hatte das als Traum.
00:03:24: Du, ist doch ein super Traum.
00:03:26: Meinst du, du kriegst dir hin, Zerbertikel mit deinem Arbeitgeber?
00:03:30: Ein paar Wochen später rief er mich an.
00:03:31: Er hatte ein Gespräch mit dem Personalchef gehabt.
00:03:35: Und sie hätte nicht darauf geeinigt, dass es machbar
00:03:37: ist.
00:03:38: Eikuck, oder?
00:03:39: Ich sag immer, hol dir das nein.
00:03:42: Geh frag, und du kannst das nein.
00:03:44: Wenn du nein bekommst, ist okay.
00:03:46: Aber verhandeln, du bist ja Verhandlungskochscher.
00:03:49: Also, es geht darum, was zu verhandeln.
00:03:50: In welchen Konditionen ist es möglich, in Zerbertikel zu kriegen?
00:03:54: Und so war er dann ein Jahr später auf dem Weg.
00:03:58: Und heute, er hat sich dann wirklich eine lange Auszeit gegönnt, ist er in der gleichen Branche wie vorher als Unternehmensberater tätig und arbeitet mit den Kunden, die genau seine technische Expertise brauchen, Projektbasiert, aber so, dass er immer wieder gehen kann.
00:04:18: Und heute ist er richtig so, ich hätte mir nie vorstellen können, dass das möglich ist.
00:04:24: Und das ist für mich so.
00:04:25: das Schöne, dieses alles vor eng und dergetrieben, plötzlich diese Freiheit und jetzt was Neues zu kreieren.
00:04:32: Ich hab ihn dabei auf dem Weg begleitet, das so zu kreieren, dass er heute das Leben so lebt, wie er sich das gewaschen
00:04:42: wünscht.
00:04:43: Sind wir erfolgreichen Männer, so nenn ich das jetzt mal, dazu sehr Gefangen in dieser ... gar nicht großen, weiten Welt, in dem wir uns ja angeblich so gerne und so viel bewegen, sondern in dieser engen Welt, wo man sagt, das geht nicht.
00:04:59: Sabetecl, kann ich das nicht machen?
00:05:00: Kann er nicht ein Jahr raus?
00:05:02: Als Projektleiter, oder Projektweise funktioniert auch nicht, das werden die doch nie akzeptieren.
00:05:07: Also, dass wir sagen, das geht nicht, und das geht nicht, und das geht auch nicht, und da unsere Wünsche
00:05:13: begraben,
00:05:14: oder ... Ja, ist ... ja.
00:05:16: Also, ich würde sagen, in der Regel ja.
00:05:19: Und meine Einladung ist dann immer, Okay?
00:05:22: Ich glaube es dir, dass es nicht geht, wenn du mir einen Nein bringst.
00:05:25: Also einen Namen, der dir Nein gesagt hat.
00:05:29: Weil irgendjemand, kannst du fragen, ist es der Chef, ist es der Chefchef, ist es der Partner, ist es Business, was auch immer.
00:05:37: Da gibt es jemanden, der kann dir ermöglichen, dass dieser Wunsch Realität wird.
00:05:41: Und diese Person, die gilt es zu bitten, zu fragen, oder in der Verhandlung mit dieser Person zu verhandeln.
00:05:48: Und wenn du mir einen Nein zurückbringst, Dann glaub ich dir.
00:05:53: Weil die meisten fragen nicht.
00:05:56: Ich hab einen anderen Klienten jahrelang begleitet.
00:05:59: Und der hatte der irgendeinen Wunsch, berufliche Veränderung mit seinem Partner.
00:06:06: Und hast du mit ihm gesprochen?
00:06:09: Und der so ... sprich mit ihm, wie ihr diese Übergabe macht.
00:06:13: Und ein Jahr später haben sie sich einfach einen guten ... Das Unternehmen aufgeteilt, der eine macht den Teil, der andere macht den Teil.
00:06:22: Es ist anders, als er sich ursprünglich gefragt hat.
00:06:24: Aber alleine durch dieses Fragen ist dieser Ball ins Rollen gekommen und ein Jahr später, bitte,
00:06:32: Freiheit.
00:06:34: Das ist, ich mein, in meiner Vertriebswelt gibt's ja immer diese berühmte Angst vor dem Nein.
00:06:40: Ja, also das verkäufert diese Abschlussfrage gar nicht Stellen, weil sie Angst haben.
00:06:45: Der Kunde könnte ja Nein sagen und dann ist das Gespräch irgendwie zu Ende.
00:06:48: Also wird weitererklärt und weitergelabert und noch ein Feature und so weiter.
00:06:52: Und am Ende sagt der Kunde dann, ich überleg's mir noch
00:06:55: mal.
00:06:55: Ja, aber die meisten holen sich kein Nein.
00:06:58: Genau, genau.
00:06:59: Aber in dem Fall ist es doch, glaube ich, gar nicht die Angst vor dem Nein, sondern es ist eher eine Angst vor dem Ja, oder?
00:07:06: Weil, stell dir mal vor, dass mit dem Zapatikel klappt, dann muss ich es ja machen.
00:07:11: Oh Gott, oh Gott!
00:07:12: Ja, also so, was mach ich dann?
00:07:15: Ich mit.
00:07:15: Und ich hab auch noch eine schöne andere Geschichte.
00:07:18: Da kam Klänz zu mir, so, ach, ich hab jetzt einen neuen Chef gekriegt.
00:07:22: Nee, das geht überhaupt nicht.
00:07:24: Lichtkündige.
00:07:25: Ich sag, stopp, stopp, stopp.
00:07:27: Lass uns mal eine Runde gehen.
00:07:30: Zähl mal ein bisschen den Hintergrund, was ist denn wirklich und hier und da?
00:07:32: Und konnte nachvollziehen, dass sie inkompatibel waren.
00:07:37: Und er hatte das über fünf, sechs Jahre was aufgebaut, also ein Team hochgefahren auf zwanzig Mitarbeiter.
00:07:43: Sehr erfolgreiches neues Business angefangen, damit seinem vorherigen Chef wunderbar funktioniert.
00:07:47: Aber diese neue Konstellation, die war einfach nicht stimmig.
00:07:52: Dann hab ich gesagt, du ... Wenn du jetzt rausgehst, da lässt du eine ganze Menge auf dem Tisch liegen.
00:07:57: Schau doch, ob du das Nein nicht vor einer anderen Seite kriegst.
00:08:01: Du traust du dich, auszuhalten und im Prinzip das Nein zu provozieren.
00:08:09: Und ich mein, Sieh mal mal ganz ehrlich, da geht es ja um viel Geld.
00:08:13: Das war also ein hoher sechstelliger Tag.
00:08:15: Und da hab ich gesagt, mach mal doch mal ganz pragmatisch, wann wäre da eine ideale Zeitpunkt rauszugehen?
00:08:23: In seiner Welt war das ja ein gutes halbes, dreiviertel Jahr, wollte er noch aus persönlichen Gründen.
00:08:29: Und so war es dann auch, dass er dann sechs Monate später das Gespräch mit der Personalabteilung hatte, wie sie sich dann trennen können.
00:08:39: Im Guten.
00:08:41: Und dann hat er danach sich eine Pause gegönnt und hat gesagt, was willst du jetzt als nächsten Schritt wirklich machen?
00:08:47: Wie sieht das denn als nächstes aus?
00:08:49: Und hat sich dann viel spritziser diese Rolle gesucht, die er wirklich machen wollte.
00:08:55: Ich mein, das ist ganz banal, aber das ist natürlich ein Privileg der erfolgreichen Männer, sage ich jetzt mal, in der Welt, aber das natürlich durch diese Abfindungszahlungen da auch für die meisten, das dann gut möglich ist, sich diese Zeit zu nehmen, die du ja empfiehlt sich zu nehmen, zu sagen, ja, okay, dann geh ich eben sechs Monate, zwölf Monate, oder was es braucht, jetzt einfach mal raus.
00:09:20: Und ich muss nix machen, ich hab irgendwie genug Geld, um irgendwie Haus zu bezahlen, trotzdem weiter zu leben, in Urlaub zu fahren, und dann unten.
00:09:29: Da spiele ich jetzt mal rein, dass mit dem genug Geld, ist ein interessantes Konzert.
00:09:33: Also, viele, auch beruflich, weil CFO vorher, sind beruflich sehr gut im Umgang mit Geld.
00:09:40: Ich stelle häufig fest,
00:09:41: dass,
00:09:42: wenn sie dann plötzlich batzen Geld auf einmal kriegen, nicht vorbereitet sind.
00:09:48: Also, sie wissen steuerlich nicht, wie sie es machen, sondern das geht halt voll durch die Lohnsteuer durch.
00:09:54: Fünfzehn Prozent direkt weitergehen.
00:09:58: Und sie wissen nicht, wie sie das Geld anlegen, so dass es für ihre finanzielle Freiheit dienlich ist.
00:10:04: Da kaufe ich mir ein Haus.
00:10:07: Ja, möglich.
00:10:08: Schuldentilgen möglich.
00:10:10: Aber ich bin ein Freund von Freiheit, entsteht durch Free Cash.
00:10:15: Und wenn du mal einen zusätzlichen Cashflowstrom hast aus einer Ecke, dann ist die Entscheidung, was ich danach mache, ich muss nicht unbedingt nur noch nach Money gehen, sondern ich kann nach Purpose gehen.
00:10:27: Und plötzlich entsteht eine ... ein Grad an Freiheit, den sie vorher gar nicht auf dem Schirm hatten.
00:10:33: Das sind wir wieder in dieser Welt, wo man sagt, ich hab ein monatliches Einkommen, und okay, wenn ich jetzt ... hunderttausend Euro Abfindung kriege, teilt es durch zwölf.
00:10:41: Na ja, okay, dann sind das achttausend Euro jeden Monat, die kann ich ausgeben, fein.
00:10:45: Dann ist das Geld weg und dann muss ich wieder arbeiten, muss ich wieder achttausend Euro verdienen jeden Monat, damit ich weiterhin meine, also nicht meine Miete, aber ich sage jetzt mal, mein Haus abbezahlen
00:10:54: kann.
00:10:55: Das ist ja die Welt aus der Deal gekommen.
00:10:58: Ja, und woher
00:10:58: sollen die das dann auch bitte wissen?
00:10:59: Deine ganzen Freunde machen das gleiche, deine ganzen, gehst nach links und rechts und die ganze Nachbarschaft in der Regel gleich.
00:11:05: Du findest ja selten jemand, der einen anderen Weg gegangen
00:11:08: ist.
00:11:09: Ja.
00:11:09: Und häufig bin ich dann derjenige, hast du mal darüber nachgedacht?
00:11:12: und die so, was?
00:11:13: Nee, das kenn ich noch gar nicht.
00:11:15: Ja, glaub ich sofort.
00:11:17: Die Frage ist jetzt für mich so, wie kriegen wir, also gerade wir Männer, die wir ja sehr getaktet sind, die wir sehr strukturiert sind, die wir gerne diszipliniert sind, wie kriegen wir diese Schreuklappen?
00:11:32: Das sind ja gar nicht nur Schreuklappen, das ist ja eher so eine Box oben unten.
00:11:35: Diese Prägung, ja, wie kriegen wir die weg?
00:11:39: Weil der Sprung ins kalte Wasser, jetzt ist es ja auch nicht.
00:11:42: Ja, und da, jetzt gehen wir mal ein ganz anderes Kapitel auf.
00:11:46: Ich glaube, um dieses Scheuklappen wegzubringen, gilt es, mit den Ängsten zu arbeiten.
00:11:52: Und ich weiß es von deiner Archetypenarbeit, ja, also sagen wir hier, ja, der Liebhaberkrieger, König, Magier, es gilt, jede Phase zu erleben.
00:12:04: und sich vor allem auch den Ängsten jeder Phase zu stellen.
00:12:08: Und ich glaube, dass die meisten Menschen aus ihrer Kindheit, nicht nur glaube ich, hab das erfahren und hab sich Beispiele für selber, meine eigenen und auch meinen Klienten.
00:12:19: Es gibt Prägungen aus der frühen Kindheit, die sind Leitplanken.
00:12:24: Mhm.
00:12:25: Ich bin nicht gut genug oder ich hab Angst zu scheitern oder was weiß ich.
00:12:30: Kann man durchdeklinieren, kennst du wahrscheinlich auch Nutzen davon?
00:12:33: Und wenn ich mir diese Themen nicht anschaue und sie nicht, ich sag mal, in meiner Welt integriere oder aufmache, lösen und integrieren, annehme, werde ich immer wieder daran.
00:12:48: Also das deckt sich hundertprozentig mit meiner Erfahrung und wir sind, also das habe ich gelernt zu im Laufe dieser Coachingzeit, meiner als eigenen als Coachee, aber auch sozusagen in der Ausbildung und auch in der Anwendung jetzt über die Jahre mit den Männern und vorher auch ja im Vertriebscoaching schon, ist dieses
00:13:09: Ängste,
00:13:10: sind eigentlich der Schlüssel zu vielen dieser Themen.
00:13:14: Und es ist viel, also es ist gar nicht so sehr dieses, die Prägung, ja, aber die Angst, die dahinter steckt, die interessiert mich.
00:13:22: Das ist da, wo ich heute dann eben hingucke und dann schaue, okay, gut, was sind denn so diese zwölf Archetypen der Seele, diese zwölf typischen Ängste?
00:13:33: und also sich damit auseinanderzusetzen und zu sagen, hey, was ist das, wovor ich da wirklich Schiss
00:13:40: hab?
00:13:40: Ja?
00:13:41: Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber meine Beobachtung ist da, ein Angst ist halt ein unglaublich schlechter Ratgeber.
00:13:48: Also sagt er eine Angst, der wird dir super schlechten Rat geben.
00:13:51: Aber ein idealer Wegweiser.
00:13:54: Weil du weißt, wenn ich die Angst entlang mich bewege, also wenn ich immer im Kontakt bin mit der Angst und dadurch auf der anderen Seite.
00:14:05: Ja, genau.
00:14:06: Also ich habe so einen Format, also mein Lehrer nennt das immer so schön betreutes Fühlen, wo es ja genau darum geht, diese Angst mal da sein zu lassen.
00:14:18: Sie mal einzuladen, mal anzunehmen, mal ihr Raum zu geben.
00:14:23: Weil der Reflex ist gerade für uns starke Männer.
00:14:26: Das ist ja auch so eine sozialtypische Prägung, glaube ich.
00:14:30: Männer sind stark, Männer haben keine Angst, Männer sind mutig.
00:14:33: Aber es ist so, wo ich sage, da mal sich einzulassen und mal zu akzeptieren, ich habe Angst.
00:14:44: Sie
00:14:44: ... Also mal zu spüren auch und sie
00:14:47: nicht sofort zuzulassen.
00:14:49: Sie darf mal raus.
00:14:50: Und es darf auch ... Also, da Emotionen darf einfach durch den Körper durchgehen.
00:14:54: In meiner Welt ist dann häufig ... fang ich an zu weinen, bevor mein Klient anfängt, weil ich da sehr empathisch dran gehe.
00:15:03: Und das erzeugt aber auch so ein Resonanzfeld.
00:15:06: Weil ich den Raum halten kann plötzlich, okay, dann jetzt ...
00:15:09: fangen
00:15:10: wir halt mal drei, vier, fünf Minuten, lassen wir die Tränen mal kullern.
00:15:14: Ja, wir sind ja unter uns.
00:15:15: Und die Erfahrung zeigt, danach ist ...
00:15:21: Die löst sich auf, ja.
00:15:22: Die ist integriert, hast du's jetzt vorhin genannt.
00:15:26: Die ist weg, ist sie gar nicht.
00:15:28: Aber sie ist ja ... Also, sie ist da und tut nicht mehr.
00:15:31: Sie blockiert nicht mehr.
00:15:32: Ich glaube sogar noch mehr.
00:15:34: Meine Beobachtung ist immer so, flip the switch.
00:15:37: Wenn du immer davor die Energie genutzt hast, um sie zu unterdrücken und sie jetzt zulässt ... Dann kannst du sie jetzt nutzen für die ... für die Kreation, für die Expansion.
00:15:48: Also es macht schon Sinn, sie, sagen wir mal, hier einen Platz im System zuzuordnen.
00:15:54: Aber lieber in Form eines Vorsicht, nicht zu schnell in die Kurve als ... Nee, nee, nee, bloß nicht Autofahrt.
00:16:01: Ja, ja, genau.
00:16:02: Es ist ein schöner Regulator.
00:16:04: Und es gibt ein Stück weit natürlich schon auch Energie.
00:16:08: Und ich finde vor allem ... Also du hast das grad so schön beschrieben.
00:16:11: Ja, das ist ja ... Wahnsinnig anstrengend, diese Angst ständig, überall da den Deckel drauf zu halten.
00:16:18: Und bloß
00:16:19: die auf einen Knopf drücken und dann sagt mal was und der Ander fühlt sich geträgert, dann kann man die Wahrheit nicht mehr aussprechen.
00:16:25: Genau, genau.
00:16:25: Und bloß nicht mehr merkt keiner und so weiter.
00:16:29: Und diese ganze Energie, die wird ja plötzlich frei, die ist übrig für kreative Dinge, für sinnvolle Dinge, für zielführende Dinge, für Freude, Liebe, also all solche Sachen.
00:16:41: Kreativität.
00:16:43: Also ich meine Beobachtung ist, sobald die Angst rausgeht, entsteht kreatives Spiel.
00:16:50: Ich nenne es immer, du kannst spielen, um nicht zu verlieren.
00:16:54: Das ist so defensiver Fußball alle hinten rein und dann wird einfach Mauer, ja?
00:17:00: Du kannst auch zu spielen, hey, ich will unbedingt gewinnen nicht.
00:17:02: Und das ist häufig, Männer spielen, um zu gewinnen.
00:17:05: Bester, größter, stärkster und so weiter.
00:17:08: Es gibt aber noch eine dritte Form des Spiels.
00:17:10: Let's
00:17:11: play!
00:17:12: Also einfach raus spielen.
00:17:16: und das gelingt vor allem dann, wenn ich keine Angst mehr habe.
00:17:20: Davor, dass der Ball geht ins Aus oder ich werde da jetzt ausgelacht oder wird irgendwas anderes.
00:17:25: Sondern ich wage mich daraus.
00:17:28: In dem Moment ist mir nämlich egal, was der da draußen auf dem Spielfeld Rand sagt, denkt oder tut, ich hab Spaß am Spiel.
00:17:38: Und wenn du auch noch Spaß am Spiel ist, und wir drei, vier, fünf Leute zusammenbringen, die alle Spaß am Spiel haben, dann wird das ein richtig geiles Spiel.
00:17:45: Und das ist, da bin ich jetzt ganz ehrlich, das musste ich lernen.
00:17:51: Also ich habe früher immer gespielt, um zu gewinnen.
00:17:55: Ich hab auch zu Hause beim Monopoly beschissen, bloß damit ich nicht verliere.
00:18:00: Und damit ich's gewinne.
00:18:01: Also, mit meiner kleinen Schwester sowieso, aber auch mit meiner Frau und meinem Sohn.
00:18:06: Ich hoffe, ihr hört nicht zu.
00:18:09: Aber wo ich dann schon mal getrickst habe, um einfach, weil ich gewinnen wollte.
00:18:14: Das würde meine Geschwister wahrscheinlich zu mir auch sagen.
00:18:16: Wenn ich Geld spiel, hab ich immer mit dem Geld gewonnen.
00:18:20: Und ich sag mal, meine Frau weiß das auch.
00:18:23: Ich habe die in der Zeit lang, ich will jetzt nicht sagen, belächelt, aber naja doch schon so ein bisschen, weil die wollte einfach einen schönen Abend haben, die wollte spielen, damit wir als Familie zusammen um irgendeinen so einen Brett sitzen, um den Tisch sitzen und einen schönen Abend haben.
00:18:36: Das war mir nie genug.
00:18:38: Und seit ich das kann, ja und ich übe da noch, bin da ehrlich, aber seit ich das kann, dieses einfach es aus Freude zu tun, kriegt es eine ganz andere Qualität.
00:18:53: Und das ist so ein ...
00:18:55: war viel Arbeit bei mir.
00:18:56: Ich hab das ... Es ist auch nicht so einfach Schalter und plötzlich will man logisch das anders, sondern ich hab sehr viel Arbeit gemacht.
00:19:03: Und das Geschickte ist, erst mal in den Keller zu gehen, in den Keller aufzuräumen oder im Bild eines Heißluft-Ballons erst mal die Sandzecke rausräumen, bevor euch einen zweiten Brenner
00:19:13: anschafft.
00:19:14: Und dieses Aufräumarbeit dazu braucht es gute, erfahrene, trainierte Begleiter.
00:19:21: Mhm.
00:19:22: Ja, also das einfach nur so ... Küchentischpsychologie ... Vorsicht.
00:19:27: Ja, also nur mit neurolinguistischer Programmierung einfach oben drüber weiß malen, hat den Keller nicht aufgeräumt.
00:19:33: Deswegen bin ich da total präzise.
00:19:36: und wenn jemand zu mir kommt und ich spüre, da geht's mehr, dann ist er, du, ich kenne da jemand in meinem Netzwerk.
00:19:43: Ich kann dir das empfehlen, wenn du möchtest, gebe ich dir den Namen unter der Voraussetzung.
00:19:48: In achtundvierzig Stunden meldest du dich bei der Person.
00:19:51: Wenn du mir das zusagst, dann kriegst du deinen Namen, ansonsten nicht.
00:19:55: Weil wir Männer sind nämlich auch, ja, ja, mach ich dann schon.
00:19:58: Und machen's nicht.
00:19:59: Und
00:20:00: wenn ich eine Empfehlung gebe, und das wird nicht innerhalb von achtundvierzig Stunden, der Link gemacht, never ever again.
00:20:09: Ich mag die Klarheit.
00:20:10: Und ich glaub, die Coaches und die erfolgreichen Managerin unter deinen Coaches und deinen Klienten, die mögen das auch.
00:20:18: Und das ist ja so ein ... Weil es ... Empfehlung heißt ja nicht, komm, probier's mal aus oder sonst was, sondern wir als Coaches denken uns ja was dabei.
00:20:27: Und das ist ja so ein, hey, da ist ne Baustelle, das ist jetzt grad nicht.
00:20:32: meine, da hab ich nicht das Werkzeug für, aber ich kenn jemanden, der dieses Spezialwerkzeug irgendwo in der Tasche hat.
00:20:38: Und also das ist ja ein ... das ist was Wertvolles, das ist ein Geschenk.
00:20:44: Ja.
00:20:45: Und dann vier Wochen später kommt er wieder, ich war da und da, hab das aufgelöst.
00:20:50: Ich so, wow, cool.
00:20:53: Und wie geht's dir damit?
00:20:55: War sehr ungewohnt.
00:20:57: Hätte ich vorhin noch nicht mehr ... hab ich dir versprochen.
00:21:00: Es wird total ungewohnt.
00:21:02: Und fühlt sich das gut an.
00:21:04: Ja, aber ich hab noch einen Termin gemacht.
00:21:06: Ich hab gesagt, ich sind's halt drei, vier, fünf Termine.
00:21:09: Wenn du da so ein Berg an Emotionen, die noch nicht verarbeitet worden sind, abgelegt hast, das ist nicht jemand einmal aufräumen weg, sondern das ist
00:21:17: ...
00:21:17: Häppchen für Häppchen.
00:21:19: Ich mach das seit twenty-fünf Jahren.
00:21:21: Alle drei, vier Monate hab ich mal einen eigenen Termin im Kalender, wo ich halt zu meinen Coaches oder Therapeuten gehe und wieder einen Tag arbeite.
00:21:29: Mal drei Stunden, mal zwei Stunden, mal eine familiensystemische Aufstellung, mal Rückführung, mal andere Dinge.
00:21:35: Und ich hab einfach sehr gute Erfahrungen damit gemacht.
00:21:37: Ja, und ich merk es halt bei meinen Klienten, wenn die einmal anfangen, ihre Themen aufzulösen.
00:21:44: Ja, das dauert.
00:21:46: Aber zwei, drei Jahre später ist der ... deren Spiel so anders.
00:21:51: Also das Spielfeld ist größer, die Regeln sind andere, es fängt plötzlich an Spaß zu machen.
00:21:57: Und ich finde, das ist jetzt was, was ich in dieser Männerwelt echt lange, lange vermisst habe, ist diese wirkliche Freude.
00:22:09: Also so wie beim Spiel.
00:22:10: Du gewinnst zwar und natürlich feierst du, dass du gewonnen hast, aber das ist eine andere Freude als diese.
00:22:18: Ich nenn's jetzt mal kindliche Freude.
00:22:20: Einfach am Spiel, am Sein,
00:22:23: am
00:22:24: Leben, an der Natur, am ... whatever, ja?
00:22:28: So, an dieses ... und ... in der Schweiz, ich krieg den Namen gerade nicht mehr hin, hat man gesagt, Zweck des Lebens ist das, Freude zu empfinden.
00:22:38: Und ... also, da komm ich immer mehr hin, ja, zu sagen, hey, Zweck des Lebens ist es ganz sicher nicht, Geld zu verdienen, es ist ganz sicher nicht viel zu arbeiten.
00:22:46: Okay, wir können noch über ... Kinder und Nachfahren und so weiter reden.
00:22:50: Aber Freude, wenn ich über mich rede, ist es neben gesund bleiben, sich Freude empfinden.
00:22:56: Ja, wenn du jetzt zurückgehst, wann hast du das abtrainiert bekommen?
00:23:01: Auch bei mir weiß ich das sehr genau, weil da fällt mir sofort mein Vater ... Und auch meine Mutter, die kommen leider beide aus dieser freudlosen Ecke, kommen beide aus dieser Disziplin-Ecke, wo's ganz klar darum geht, zu funktionieren.
00:23:16: Und sonst nix, da geht's nicht Spaß.
00:23:19: Pappalapup.
00:23:20: Ja.
00:23:20: Ja.
00:23:21: Also, Spaß war bei uns zu Hause fast ein Schimpfwort.
00:23:25: Kam nicht vor.
00:23:27: Kam nicht
00:23:27: vor.
00:23:28: Ja?
00:23:28: Und wenn du dann zurückgehst, sag mal, ancestral Arbeit, Arbeit, unsere Großeltern, was haben die durchgemacht?
00:23:34: Na klar.
00:23:35: Krieg, was auch immer.
00:23:38: Mein Vater hat die ersten drei Jahre seinen Vater nie gesehen.
00:23:41: Und dann stand er plötzlich vor der Tür.
00:23:44: Und das ist natürlich, dass da eine emotionale Lücke ist.
00:23:50: Und mein Vater dadurch vielleicht gewisse Dinge anders erlebt hat oder auch nicht in der Lage war, das weiterzugeben.
00:23:57: Und ich glaube, das war die Generation, die gerade anfangen konnte, da so aufzuräumen.
00:24:01: Aber unsere Generation hat ... Null ausreden, das Assi anzuschauen.
00:24:05: Also wer da sagt, ja, tue ich mich gern.
00:24:06: Dann sag ich, sorry, ist alles Ausrede.
00:24:08: Willst du lieber leiden oder willst du lösen?
00:24:11: Genau.
00:24:12: Was willst du machen?
00:24:13: Willst du drinnen stecken bleiben und sagen, es ist natürlich ein Stück weit auch bequem, es sind andere Schulden, Muster und die Eltern und so kann man ja super auch projizieren.
00:24:21: Aber am Ende geht's so
00:24:23: frei.
00:24:23: Und das kommt nicht aufs Spielfeld.
00:24:24: Du bleibst dann quasi auf der Tribüne, guckst immer aufs Spielfeld und eventuell schierig weiß, wo dein Auto steht.
00:24:31: Aber es geht ja um meiner Welt.
00:24:33: Meine Klienten wollen aufs Spielfeld.
00:24:35: Die wollen spielen.
00:24:37: Die wollen nicht auf der Bank sitzen und warten, dass sie irgendwo eingewechselt werden.
00:24:41: Die wollen auch nicht auf der Bank draußen irgendwo in der Loge sitzen, einfach nur zuschauen, was für ein Spielfeld.
00:24:45: Nie, die wollen aufs Spielfeld.
00:24:48: Das war, was interessant, dass du das gerade sagst, das war eine der Hauptbotschaften, die ich von einer ganz speziellen und spirituellen Reise mal mitgebracht habe, so als Erkenntnis.
00:25:01: Ich will mitspielen.
00:25:02: Ich will nicht mehr nur zuschauen, ich will nicht analysieren, sondern ich will mitspielen.
00:25:07: Ich will Teil des Spiels sein, Teil des Lebens sein.
00:25:10: Ich möchte das mitgestalten.
00:25:12: Ich möchte wissen, ich möchte mitentscheiden, ob der Ball nach rechts oder links gespielt wird und nicht nur zugucken.
00:25:18: Ko-Kreation,
00:25:19: genau.
00:25:20: Als Part, als aktiver Part.
00:25:24: Heißes Thema.
00:25:25: Ja, ja.
00:25:27: Und ich mach das ja mit meinen Klärten so, die sind ja eine Regel so durchgetagt.
00:25:31: Wenn du mit mir zusammenarbeiten willst, die Voraussetzung ist, du kommst zu mir und du hast den ganzen Vormittag freigeblockt.
00:25:39: Oder den ganzen Nachmittag.
00:25:40: Also drei, vier Stunden.
00:25:41: Und es geht eigentlich darum, abbremsen, hinspüren.
00:25:47: Was will ausgespürt, gefühlt, ausgesprochen werden?
00:25:53: Und dann passiert manchmal so ... Puzzlestück auseinandernehmen.
00:25:58: Ja, Schuld, Scham, wie auch immer, ein paar Dinge auseinandernehmen.
00:26:03: Puzzlestück vielleicht mal drehen und wieder neu zusammensetzen.
00:26:07: Und häufig ist nur so ein, zwei Grad Änderung.
00:26:10: Und dann wieder loslassen.
00:26:13: Weil Beschleunigungen tun die ja von alleine.
00:26:14: Also morgen haben sie wieder klack,
00:26:16: klack, klack, klack, klack.
00:26:17: Aber diese ein, zwei Grad Kursänderung.
00:26:21: Jedes Mal, ja?
00:26:23: Jetzt machst du das einmal im Monat, ein, zwei Grad Kursänderung.
00:26:27: Ein Jahr später, was für ein Kurs fährst du?
00:26:29: Das sehe ich ganz genau so.
00:26:30: Und ich ... Ich habe mit meinen Klären dann oft zur Diskussion, ach kommst du zu uns, in die Firma, ja, und so, wo ich sage, lehne ich inzwischen kategorisch ab, ich sage, komm zu mir.
00:26:40: Und ja, wenn man sich eine Stunde im Auto, oder manche sitzen zwei Stunden im Auto und sagen, ich weiß, das macht gar nichts, hast du mal Zeit runterzukommen und tu mir bitte eingefallen, die letzte Stunde, bevor du bei mir ankommst, nicht mehr telefonieren, ja, nicht noch draußen auf dem Parkplatz des letzten, den letzten Calls schnell führen, sondern einfach die Zeit auch nutzen.
00:26:59: runterzukommen, zu sich selber zu kommen, dass wir dann auch irgendwie arbeiten können.
00:27:05: Also, ich geh auch gerne die erste Stunde erst mal spazieren, damit die runterkommen.
00:27:09: Also, meine Kunden wollen das.
00:27:10: Die kommen zu mir und sich wissen, wenn es nicht regnet, gehen wir raus.
00:27:15: So.
00:27:16: Ja, klar.
00:27:16: Und das hab ich letztens einen neuen Kunden aus Schweden oben.
00:27:20: Und ich sag so, jetzt machen wir erst mal eine Meditation.
00:27:24: Ganz in Ruhe, einfach Body-Scan, Meditation,
00:27:27: ähnliches.
00:27:29: Er war so ausgeglichen und so dankbar dafür, weil er sagte, wann war ich das letzte Mal in so in der zentrierten
00:27:38: Ruhe?
00:27:41: Besonders spannend finde ich es immer, wenn Meditation auch oder dann Entspannung oder was es auch immer ist, auch zum nächsten Tagesordnungspunkt wird, der am Ende dann nur noch mehr Stress macht.
00:27:55: Also, wie ich setz mich hin und überschlag die Beine und meine Hände und ist eigentlich meine Position richtig.
00:28:01: Und okay, gut, jetzt also Gedankenstille.
00:28:03: So, jetzt halt die Klappe da oben.
00:28:05: Jetzt, dann entsteht die aber nicht, ja?
00:28:07: Also, dann, jetzt sei, ich muss jetzt aber, ich will jetzt, ja?
00:28:10: Da wird das nichts, ne?
00:28:12: Also, da entsteht nicht die Ruhe, um die es geht, ja?
00:28:16: Wenn das der nächste To-do, der nächste Punkt auf der To-do-Liste wird.
00:28:22: Und ... Also weil wir ja Jakobs Weg und auch so spazieren gehen rausgehen, wir sind ja vor halbem Jahr umgezogen.
00:28:31: Ich wohne ja jetzt direkt am Jakobs Weg, also an der Verbindung zwischen Kloster-Cheftlern und Kloster-Andex.
00:28:37: Ah, cool.
00:28:38: Also
00:28:38: direkt nach Meising, wenn du durch Meising durchgehst.
00:28:41: Hast
00:28:41: du schon eine Apfelbox hingestellt für die Pilger, die vorbeikommen, oder?
00:28:45: Also, ganz so viel Verkehr ist da, glaub ich, nicht, wie du es beschrieben hast beim
00:28:48: letzten Mal.
00:28:49: In Spanien ist deutlich mehr Verkehr.
00:28:50: Ich bin ja jetzt mit meinem Sohn auf Wiederstücke laufen von Andex Richtung Vesselbrunnen, hohen Peißenberg nach Steingarden.
00:28:57: Und wir hatten halt zehn Stunden Zeit am
00:28:59: Tag.
00:29:00: War anstrengend.
00:29:01: Klar, achtundzwanzig Kilometer und so weiter sofort, ja.
00:29:04: Aber es war halt viel Zeit für Geschichten.
00:29:09: Also, mein Sohn, mein dritter Sohn, hat alleine auf diesen drei Tagen so viel über meinen Vater, Großvater, Geschichten und so weiter erfahren.
00:29:19: Die beiden Älteren, die haben das nie bekommen, weil ich damals halt immer busy, busy, busy war.
00:29:24: Na klar, na klar.
00:29:25: Vielleicht letzte Frage auch so für den Alltag, für die Zuhörer, Zuschauer.
00:29:31: Jetzt bist du ein großer Spazierengehen, Fan und Experte.
00:29:36: Wann fängt für dich ein Spaziergang an?
00:29:38: Also, wie lange muss der dauern, oder was ... Hast du irgendwie so ein konkretes, wo du sagst, du kommst?
00:29:45: Also wenn ich mit meinen Klienten weg bin, manchmal gibst du eine kurze Runde als Presse holen.
00:29:51: Dann bringen sie in der Regel ein Thema mit, was wir am Flipchart bearbeiten wollen oder was Ähnliches.
00:29:56: Die gute Länge, wo ich sage, eine gute Stunde, dann kann man die ersten fünfzehn Minuten, zwanzig Minuten einfach mal Data-Dumping machen.
00:30:05: Einmal aus, was da alles ist, Alltag.
00:30:08: Und dann, was hast du eigentlich mitgebracht?
00:30:09: Und dann so kommt da so noch eine halbe Stunde, ja, daran kau ich jetzt gerade.
00:30:14: Und dann ist es je nach Tiefe gut, noch eine Stunde Zeit zu haben.
00:30:20: Weil ich die Erfahrung gemacht habe, wenn man halt, um was dann, archäologisch noch mal tiefer und noch mal tiefer und noch mal tiefer, letztens hatte ich einen Kunden da, der wollte eigentlich, ans Flipchart, und wir sind drei Stunden rumgegangen und haben Schluss eben noch zwanzig Minuten zusammengefasst.
00:30:39: Für ihn hat einfach mal Raum und Zeit gehabt, seine Vision von, der ist Anfang Fünfzig, Führungskraft für den Unternehmen, was kann man machen?
00:30:52: Zehn Jahre weiter, sagen wir mal, wenn du den Staffelstab an deinen Nachfolge übergibst, was erzählst du mir?
00:30:57: Dann haben wir einfach reingeholt.
00:31:00: Das sind die Leute, die das mitbekommen haben.
00:31:02: Was erzählt dein Kollege?
00:31:03: Was erzählt deine Frau?
00:31:04: Was erzählt deine Kinder?
00:31:05: Was erzählen hier?
00:31:07: Und er hat einfach erzählt, erzählt, erzählt.
00:31:09: Und damit war das Bild, wie er nachher den Staffelstab übergibt hat, war, der Drehbuchautor hätte diese Szene eins zu eins setzen können.
00:31:21: Mehr Brüssen, mehr geht doch gar
00:31:22: nicht.
00:31:23: Na klar, mehr ist nicht.
00:31:24: Und ich glaub, also das ist die Kraft des Spaziergangs, das ist die Kraft des Coachings, das ist die Kraft des Jakobswegs.
00:31:33: Das ist vielleicht auch die Kraft der Männerrunde.
00:31:37: Ja,
00:31:38: absolut.
00:31:39: Ja.
00:31:40: Weil das einfach diese Magie ist da an der Stelle, die da entsteht, wenn dann die Masken fallen und dafür braucht's aber eine gewisse Zeit, bis man da, also erst bis man angekommen ist, bis man Vertrauen hat, bis man die Ängste identifiziert hat, eingeladen hat, integriert hat.
00:31:57: Weil auf der anderen Seite der Angst ist ja auch das Potenzial.
00:32:00: Ja, ja.
00:32:01: Ja, also ... Meine Beobachtung ist ja, die meisten kommen, kommen mit einer gewissen Business-Problem.
00:32:09: In Wirklichkeit sind sie da, weil sie was Tieferes sich anschauen wollen.
00:32:15: Und dahinter liegt, wie sieht das Ganze denn aus, wenn ich groß spiele?
00:32:20: Mhm.
00:32:23: Und ich hab gerade einen Klären, den ich begleite, der in seinem Fach sicherlich zu den ein Prozent Besten gehört, in seinem Metier.
00:32:29: Wir haben ja mal April angefangen.
00:32:33: Kannst du dir erlauben, zu deinen alten Konditionen keine Kunden mehr anzunehmen?
00:32:38: Wie lange kannst du dir das erlauben?
00:32:40: Also, ja, das war mal April, Mai.
00:32:44: Bis September kann ich mir das erlauben.
00:32:46: Und wenn ich die Reserven aufgreife, vielleicht noch bis September.
00:32:49: Sehr gut, wunderbar.
00:32:50: Dann machen wir folgenden Deal.
00:32:53: Du darfst keine neuen Kunden zu deinen alten Stundensatzsystemen annehmen.
00:33:00: Ja, was macht man im Umsatz?
00:33:01: Du darfst nur noch dein neues Angebot
00:33:04: machen.
00:33:05: Ich kann die Angst förmlich riechen.
00:33:07: Ah, ich sag, schaffst du das?
00:33:09: Wir haben kurz in der Wahl immer wieder gesprochen und er so, okay.
00:33:13: Und du bringst mir zehn Namen.
00:33:16: Die kannst du anonymisieren, aber ich brauch von dir zehn Geschichten, dass der Kunde, dem du das angeboten hast, nein gesagt.
00:33:24: Kunde drei hat ja gesagt.
00:33:27: Und wir hatten die Vereinbarung, dass er zehn Prozent von dem neu gesagten Umsatz reinvestiert.
00:33:34: Kunde drei hat angesagt und hat ihn dann einen großen Auftrag erteilt.
00:33:41: Dann haben wir mit diesem neu kreierten Geld verlängert.
00:33:45: Und dann kam Kunde drei und Kunde vier.
00:33:48: Und die haben gesagt, jetzt musst du noch was anderes ändern.
00:33:51: Du darfst nicht mehr deinen alten Preis nennen.
00:33:54: Du fragst den einfach, was ist deine beste Alternative?
00:33:58: Und die beste Alternative?
00:34:00: nimmst du und machst ihm ein Angebot auf Basis der besten Alternative.
00:34:05: Warst du bei mir im Verhandlungskotchen?
00:34:06: Nee,
00:34:07: aber wahrscheinlich.
00:34:09: Was ist passiert?
00:34:12: Der hat in einem Monat seinen ganzen Jahresumsatz gemacht.
00:34:16: Also Auftragsvolumen.
00:34:17: Das muss natürlich abarbeitet werden, aber nicht.
00:34:19: Aber der hat zwanzig Jahre lang immer das alte Spiel gespielt.
00:34:24: Und nur weil wir gedacht haben, nein zu dem alten Spiel.
00:34:28: Und jetzt wird einfach mal drei Monate lang nur neues Spiel gespielt.
00:34:31: Und plötzlich die Bälle landen.
00:34:33: Und dann plötzlich landen sie nicht auf dem Level, sondern auf dem Level.
00:34:38: Ja.
00:34:38: Die Angst einzuladen, sich mit ihr zu beschäftigen.
00:34:43: Spiel, Spaß, Freude.
00:34:45: Genau.
00:34:46: Ja,
00:34:47: genau.
00:34:48: Das sind's.
00:34:50: Spielspaßfreude, damit können wir es jetzt auch.
00:34:53: Super, gerne.
00:34:54: Auch
00:34:54: bei Ende für heute.
00:34:55: Vielen Dank für
00:34:55: die Einladung, Heiko.
00:34:56: Ich habe es sehr genossen, hat Spaß gemacht.
00:34:59: Ja.
00:35:00: Und ...
00:35:00: Und für euch da draußen, die ihr zuhört, die ihr zuschaut.
00:35:05: Ich glaube, es waren ein paar ganz spannende Geschichten dabei.
00:35:07: Die Frage ist, wo bist du deiner Angst vielleicht begegnet?
00:35:12: Wo hast du die Fragen, wo du sagst, ah, da könnte ich die Angst mal einladen.
00:35:18: Dazu möchte ich dich einladen, das zu tun.
00:35:22: Mit Coach, ohne Coach, ganz alleine.
00:35:24: Ganz, wie es für dich gut ist.
00:35:27: Und ... Wenn dir der Podcast gefallen hat mit Martin und mir, dann freuen wir uns natürlich, wenn du uns Likes, wenn du uns fünf Steine gibst, wenn du einen Kommentar hinterlässt, wenn du uns weiter empfiehlst.
00:35:38: Herzlichen Dank.
00:35:39: Und wir sehen uns dann in zwei Wochen wieder.
00:35:43: Und da wird es dann um das Thema gehen, was es wenn Nähe Angst macht.
00:35:48: In diesem Sinne, wir sehen uns in zwei Wochen.
00:35:50: Martin, vielen Dank für deinen Besuch hier im Studio.
00:35:53: Heiko, vielen Dank für die Einladung.
00:35:55: Es war mir eine Freude.
00:35:56: Sehr gerne.
00:35:57: Männer in Balance.
00:35:59: Liken, kommentieren und abonnieren.
Neuer Kommentar